Das Space-Startup DeltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingeworben. Das Unternehmen entwickelt Fluidsysteme für Trägerraketen, Satelliten, Mondlandefähren und Orbital-Servicefahrzeuge. Mit dem frischen Kapital will DeltaVision seine Produktion hochfahren und die Entwicklung von Technologien für die Betankung von Raumfahrzeugen im Orbit beschleunigen.
Die Finanzierungsrunde führen KT Ventures und Valemount Capital an, die ihr Engagement nach einem früheren Wandeldarlehen ausweiten. Außerdem beteiligen sich Futury Capital sowie mehrere private InvestorInnen über ein eigens geschaffenes Investmentvehikel. Nach Angaben des Unternehmens fiel die Entscheidung bewusst auf InvestorInnen mit industrieller und kommerzieller Expertise.
DeltaVision wurde 2022 gegründet und arbeitet nach eigenen Angaben seit der Gründung profitabel. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen 125 Mitarbeitende und produziert in einem ehemaligen Siemens-Werk im Zentrum Münchens. Mit dem neuen Kapital erhöht DeltaVision seine Fertigungskapazitäten für Ventile und weitere Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
DeltaVision setzt auf Betankung im Orbit
Die Produkte des Startups übernehmen zentrale Aufgaben beim Transport von Flüssigkeiten, Treibstoffen und Druckgasen in Raumfahrzeugen. Zu den KundInnen zählen mehr als 60 Unternehmen und Organisationen auf vier Kontinenten – von Startups bis hin zu etablierten Raumfahrtunternehmen und Raumfahrtbehörden. Auch am europäischen Mondlandeprojekt Argonaut ist DeltaVision beteiligt und liefert dafür Komponenten zur Druckregelung.
Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, ein offenes Technologie-Ökosystem für die Betankung im Orbit aufzubauen. Dazu entwickelt DeltaVision unter anderem Fluidkupplungen, Versorgungsschnittstellen und integrierte Betankungsmodule, die Raumfahrzeuge wartungsfähig machen und den Transfer von Treibstoff im All ermöglichen.
Alex Plebuch, CEO und Mitgründer von DeltaVision, sagt:
„Wir setzen uns voll und ganz dafür ein, Produkte im industriellen Maßstab zu liefern. Genau das ist es, was der Markt verlangt.“
Weiter erklärt er:
„Wir streben ein offenes und interoperables Ökosystem für Dienstleistungen im Orbit an, anstatt einen Ansatz zu verfolgen, bei dem ein einziger Akteur den gesamten Markt für sich beansprucht. Ein interoperables Ökosystem wird das Gesamtmarktvolumen erheblich vergrößern und somit allen Beteiligten zugutekommen. DeltaVision entwickelt die Technologie, um Raumfahrzeuge im Orbit miteinander zu verbinden und den Transfer von Treibstoff und Flüssigkeiten durchzuführen.“
Johannes Pichler von KT Ventures, einer der Investoren dieser Finanzierungsrunde, fügt hinzu:
„Wir investieren nicht in ein Versprechen – wir investieren in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“
Alex Plebuch im Video-Interview
Welche Rolle München im internationalen Space Race spielt und welche Do’s & Don’ts GründerInnen auf ihrem Weg zum erfolgreichen Startup beachten sollten, erzählt Plebuch im Interview mit Munich Startup. Das Gespräch haben wir vergangene Woche auf dem Munich Startup Festival aufgezeichnet.












