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Startups blicken optimistisch in die Zukunft

Startups blicken optimistisch in die Zukunft

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

6. November 2019

3 Min. Lesezeit

Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland trübt sich zusehends ein. Startups trotzen dem Trend und blicken positiv in die Zukunft — so der aktuelle Deutsche Startup Monitor, die wohl prominenteste Startup-Studie in Deutschland.

Gegenwärtig schätzt knapp die Hälfte der im Startup-Monitor befragten Unternehmen die eigene Geschäftslage als gut ein, weitere 43 Prozent als befriedigend. Nur 8 Prozent beurteilen die Umstände als schlecht. Noch rosiger blicken Jungunternehmen in die Zukunft: Zwei Drittel der Befragten erwarten eine noch bessere Geschäftslage, ein knappes Drittel rechnet mit gleichbleibenden Umständen und nur 2 Prozent rechnet mit einer ungünstigeren Zukunft. Insgesamt umfasst die Studie 1.933 deutsche Startups mit 4.707 GründerInnen und 24.050 Angestellten.

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dem Deutschen Startup Monitor 2019

Die meisten der befragten Startups kommen aus Berlin (16,1 %), der Region Rhein-Ruhr (14,3 %), Hamburg (7,4 %), Stuttgart/Karlsruhe (7,3 %) und München (6,9 %). Rund zwei Drittel der Startups im Monitor haben digitale Geschäftsmodelle, nur 13 Prozent verfolgen explizit analoge Geschäftsmodelle.

„Mit ihren innovativen Ideen sorgen die Startups nicht nur für Wachstum, sie treiben auch die Digitalisierung in Deutschland voran und gestalten so den technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt“,

sagt Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen, Autor der Studie.

Das sind die fünf wichtigsten Ergebnisse des Startup-Monitors:

  • Mehr Jobs: Die in diesem Jahr untersuchten Startups beschäftigen im Schnitt 13,3 Menschen. Vergangenes Jahr lag die Zahl der Angestellten noch bei 12,3, im Jahr 2017 bei 10,9. Deutsche Startups wollen auch künftig personell wachsen und durchschnittlich 7,9 neue MitarbeiterInnen anstellen. Münchner Startups kalkulieren sogar mit 14,7 Neueinstellungen.
  • Mehr Gründerinnen: Der Frauenanteil unter den Gründern steigt langsam, aber stetig. Von 13,0 Prozent im Jahr 2015 ist der Anteil der Gründerinnen jedes Jahr leicht gewachsen und liegt 2019 bei 15,7 Prozent. Zu einer Gleichverteilung der Geschlechter ist es damit aber noch ein weiter Weg. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit gründen erst im Jahr 2071 so viele Frauen wie Männer in Deutschland.
  • Münchner Unis sind spitze: Die Technische Universität München bringt die meisten Startup-GründerInnen hervor. 3,2 Prozent der befragten GründerInnen haben zuvor an der TUM studiert. Auf dem zweiten Platz folgt mit der Ludwig-Maximilians-Universität ebenfalls eine Münchner Hochschule. Das Karlsruher Institut für Technologie belegt den dritten Platz.
  • Venture Capital ballt sich in den Startup-Hotspots: Startups brauchen Geld, um zu wachsen. Ein klassischer Weg führt über Risikokapital. 15 Prozent der befragten Startups sind VC-finanziert, doch es gibt deutliche Unterschiede zwischen den deutschen Startup-Zentren und der Peripherie: In Berlin liegt der Anteil VC-finanzierter Startups mit 29 Prozent am höchsten. Auf dem zweiten Platz folgt München mit 20 Prozent vor Hamburg mit 19 Prozent. In der Metropolregion Rhein-Ruhr kamen 10 Prozent der Startups an Risikokapital, in Stuttgart/Karlsruhe 6 Prozent.
  • Startups schätzen ihr Ökosystem: Mit 58 Prozent bewertet die deutliche Mehrheit aller befragten deutschen Startups ihr jeweiliges Ökosystem als „gut“ oder „sehr gut“. Den Spitzenplatz belegt in den lokalen Rankings Berlin mit 75 Prozent zufriedenen GründerInnen vor München mit 63 Prozent und Rhein-Ruhr mit 59 Prozent.

Nicht alle GründerInnen waren Musterschüler

Die TV-Investoren Frank Thelen und Ralf Dümmel kokettieren gerne mit ihrer schwierigen Schulkarriere. Und auch die GründerInnen im Deutschen Startup Monitor taten sich nicht immer leicht mit der Schule. Nur die knappe Mehrheit glänzte nach eigenen Angaben durch starke schulische Leistungen. Mehr als jeder fünfte Befragte sammelte während der Schulzeit Klassenbucheinträge oder Verweise. 12 Prozent der Befragten mussten mindestens einmal eine Klasse wiederholen.

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