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Finn wird Unicorn: Münchner Auto-Abo-Startup erreicht Milliardenbewertung

Finn wird Unicorn: Münchner Auto-Abo-Startup erreicht Milliardenbewertung

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Credit: Foto: Finn

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Bernd Heppel

Bernd Heppel

Das Münchner Mobility-Startup Finn hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro abgeschlossen und dabei die Unternehmensbewertung von über einer Milliarde Euro erreicht.

24. Juni 2026

3 Min. Lesezeit

„Auto? Abo! Finn.“ – fast jeder von uns hat diesen Werbeslogan schon einmal gehört. Und vielleicht hören wir den in Zukunft noch häufiger, denn nach einer Series-D-Finanzierungsrunde ist das Münchner Startup ab sofort ein richtig großer Player im Ökosystem.

Neben 100 Millionen Euro Eigenkapitalfinanzierung erhält Finn zusätzlich weiteres Wachstumskapital in Form von Fremdkapital. BC Partners Credit und Runway Growth Capital stellen gemeinsam mehr als 40 Millionen Euro bereit. Mit den 140 Millionen Euro erreicht das Startup Unicorn-Status. Mit dem frischen Kapital will Deutschlands führende Auto-Abo-Plattform ihre Flotte, Technologie und operative Infrastruktur ausbauen und ihre Expansion zur europäischen Mobilitätsplattform vorantreiben.

Nur sieben Jahre nach seiner Gründung steigt Finn nun in den Kreis der Münchner Unicorns auf. Damit gehört das Unternehmen zu einer vergleichsweise kleinen Gruppe deutscher Startups, die die Milliardenmarke überschreiten konnten – und unterstreicht zugleich die anhaltende Attraktivität digitaler Mobilitätsmodelle für internationale Investoren.

Finn hat sich in den vergangenen Jahren als einer der bekanntesten Anbieter im wachsenden Markt für Auto-Abonnements etabliert. Das Unternehmen setzt auf ein vollständig digitales Angebot, das Fahrzeugnutzung ohne langfristige Leasing- oder Kaufverpflichtungen ermöglicht. KundInnen können Fahrzeuge verschiedener Hersteller abonnieren, während Versicherung, Zulassung und Wartung bereits im monatlichen Preis enthalten sind.

Series D bringt knapp 100 Millionen Euro Eigenkapital

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom internationalen Fintech- und Mobility-Investor Portage. Darüber hinaus erhöht UVC Partners als Investor der ersten Stunde sein Engagement deutlich. Ebenfalls beteiligt sind die bestehenden Investoren Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital.

Neben den 140 Millionen Euro ist die Beteiligung von SevenVentures, dem Investmentarm von ProSiebenSat.1 ein weiterer Baustein der Finanzierung. Über einen Media-for-Equity-Deal erhält Finn Zugang zu umfangreichen Werbeflächen des Medienkonzerns, um die Markenbekanntheit weiter auszubauen.

Mehr als 50.000 aktive Auto-Abos und über 300 Millionen Euro ARR

Die Finanzierungsrunde trifft auf ein Unternehmen mit bereits beachtlicher Größenordnung. Nach eigenen Angaben sind inzwischen mehr als 50.000 Finn-Abonnements auf den Straßen unterwegs. Gleichzeitig erwirtschaftet das Startup einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) von über 300 Millionen Euro.

Flexible Mobilität als Wachstumsmarkt

Der Markt für Auto-Abos profitiert von einem grundlegenden Wandel im Mobilitätsverhalten. Viele VerbraucherInnen legen zunehmend Wert auf flexible Vertragsmodelle, digitale Prozesse und transparente Kostenstrukturen. Gleichzeitig verändert die Elektrifizierung des Verkehrs sowie die zunehmende Digitalisierung von Mobilitätsangeboten die Erwartungen an Fahrzeugnutzung.

Finn positioniert sich dabei zwischen klassischem Leasing, Mietwagen und Fahrzeugkauf. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, Mobilität ähnlich flexibel verfügbar zu machen wie digitale Abo-Modelle in anderen Branchen.

„Wir erleben einen grundlegenden Wandel in der Mobilitätsbranche: Flexibilität, digitale Nutzererlebnisse und einfacher Zugang gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unsere Vision ist es, Mobilität so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Die Unterstützung unserer Investoren gibt uns die Möglichkeit, diese Transformation weiter zu beschleunigen und die führende Plattform für moderne Mobilität in Europa aufzubauen. Der Unicorn-Status ist dabei weniger ein Ziel als vielmehr eine Bestätigung unseres bisherigen Weges – und ein Ansporn für das, was noch vor uns liegt“,

sagt Maximilian Wühr, CEO und Co-Founder von Finn und führt weiter aus:

„Mit dieser Runde haben wir das Kapital, die Partner und das operative Fundament, um Finn weiter effizient zu skalieren – bei konsequentem Fokus auf profitables Wachstum und langfristige Marktführerschaft.“

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