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Helsing übernimmt Blue Ocean

Helsing übernimmt Blue Ocean

Helsing Blue Ocean

Credit: Foto: Helsing

Helsing Blue Ocean – Credit: Foto: Helsing

Saskia Müller

Saskia Müller

Ausbau des maritimen Verteidigungsprogramms: Helsing und das australischen Meerestechnologie-Startup Blue Ocean fusionieren.

13. Oktober 2025

3 Min. Lesezeit

Das Münchner Verteidigungsstartup Helsing fusioniert mit seinem Partner Blue Ocean. Damit baut das Unternehmen seine Expertise im Bereich maritimer Technologien aus. Blue Ocean ist ein australischer Meerestechnologie-Spezialist mit Sitz in Bibra Lake. Das Unternehmen entwickelt und betreibt autonome Unterwasserfahrzeuge (AUV) und verfügt über Standorte in Großbritannien und Australien. Helsing will die Hardware- und Produktionskompetenz von Blue Ocean mit seiner eigenen Künstlichen Intelligenz verbinden. Das gesamte Team sowie die bestehenden Standorte bleiben erhalten und werden in die Unternehmensstruktur von Helsing integriert.

Integration von KI und Unterwassertechnologie

Ziel der Übernahme ist es, die Entwicklung und Serienfertigung autonomer Systeme für den Schutz des Unterwasserraums zu beschleunigen. Dies soll demokratische Partnerstaaten künftig über einen technologischen Vorsprung im maritimen Bereich geben. Helsing und Blue Ocean planen, durch die Verbindung europäischer und australischer Kapazitäten insbesondere die Verteidigungsfähigkeit im Nordatlantik sowie in den maritimen Regionen der AUKUS-Allianz zu stärken.

Die Transaktion ist Teil der strategischen Erweiterung von Helsing im Bereich KI-gesteuerter Verteidigungssysteme. Erst kürzlich hat das Startup mit Arx Robotics gepartnert, um „ein KI-basiertes Aufklärungs- und Wirkverbundsystem für die europäische Verteidigung“ zu entwickeln. Zuvor hat Helsing mit dem autonomen Unterwasser-Gleiter SG-1 Fathom eine eigene maritime Plattform vorgestellt. Der Prototyp wurde im Juli auf militärischem Testgelände erfolgreich erprobt. Nur wenige Monate zuvor hatte Helsing eine Investition von 350 Millionen britischen Pfund in den Aufbau einer neuen „Resilience Factory“ im englischen Plymouth angekündigt, um dort Fertigungs- und Testkapazitäten für autonome Systeme zu schaffen.

Ausbau maritimer Fähigkeiten in Europa und Australien

Amelia Gould, General Manager Maritime bei Helsing, betont:

„Die Notwendigkeit eines intelligenten, autonomen Massenansatzes ist offensichtlich. Gemeinsam mit Blue Ocean können wir autonome Gleiter bauen, die für die Aufklärung und Überwachung unter Wasser einen großen Sprung nach vorn bedeutet. Blue Ocean war für uns in den letzten zwölf Monaten ein wichtiger Partner. Da wir unser maritimes Angebot für Europa und die AUKUS-Partner deutlich stärken wollen, ist der Zusammenschluss ein logischer nächster Schritt. Gemeinsam bieten wir unseren Kunden eine einzigartige Kombination aus Expertenwissen, schneller Innovation und Spitzentechnologie.“

Auch Mike Deeks, Group Managing Director von Blue Ocean, sieht in der Fusion eine konsequente Weiterentwicklung:

„Wir bringen unsere Technologie für autonome Unterwasserfahrzeuge mit der beeindruckenden KI-Datenverarbeitung von Helsing zusammen, um effektive Fähigkeiten zur U-Boot-Abwehr und zur Überwachung großer Gebiete zu schaffen. Diese sind entscheidend für ein modernes, gemeinsames Lagebild und für den Schutz von Grenzen und kritischen Anlagen.“

Die Übernahme soll nach australischem Recht im Rahmen eines sogenannten „Scheme of Arrangement“ erfolgen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das zuständige Gericht und die australische Regierung.

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