Munich Startup
Kaia Health wird Teil von Sword Health

Kaia Health wird Teil von Sword Health

Kaia Health App

Credit: © Kaia Health

Kaia Health App – Credit: © Kaia Health

Saskia Müller

Saskia Müller

Die Akquisition stärkt die Position im Bereich digitaler Therapien für muskuloskelettale Erkrankungen und soll den Zugang zu KI-basierter Gesundheitsversorgung international ausweiten.

3. Februar 2026

3 Min. Lesezeit

Kaia Health ist von Sword Health übernommen worden. Für das Münchner Startup beginnt damit ein neues Kapitel innerhalb eines international tätigen Anbieters für KI-gestützte Gesundheitsversorgung. Finanzielle Details der Transaktion nannten die Beteiligten nicht.

Kaia Health entwickelt digitale Therapien für Menschen mit muskuloskelettalen und pulmonalen Erkrankungen. Das Health-Startup verfolgt seit der Gründung das Ziel, evidenzbasierte Versorgung unabhängig vom Wohnort verfügbar zu machen. In Deutschland etablierte sich das Unternehmen früh im Erstattungsweg für digitale Gesundheitsanwendungen. Darüber hinaus baute es seine Aktivitäten in den USA aus und erreichte dort Millionen NutzerInnen über Arbeitgeber und weitere Partner im Gesundheitswesen.

Adam Pellegrini, Geschäftsführer von Kaia Health, beschreibt die strategische Bedeutung der Übernahme so:

„Wir teilen eine gemeinsame Vision: den Zugang zu hochwertiger Versorgung mithilfe von Technologie zu demokratisieren. Als Teil von Sword können wir unsere Wirkung für die Millionen PatientInnen, die heute auf Kaia setzen, deutlich ausbauen.“

Ausbau der digitalen Versorgung in den USA und Europa

In den USA ermöglichte Kaia Health bislang Millionen Versicherten den Zugang zu digitaler Versorgung bei muskuloskelettalen Beschwerden. Nach der Übernahme sollen diese Nutzergruppen weiterhin versorgt werden und zusätzlich von der KI-basierten Care-Plattform von Sword Health profitieren. Ziel ist eine kontinuierliche Betreuung ohne Unterbrechung, ergänzt durch die technologischen Ansätze von Sword Health in den Bereichen Therapieergebnisse, Nutzerbindung und Kosteneffizienz.

Auch für den europäischen Markt bleibt der Standort München von zentraler Bedeutung. Kaia Health verfügt über eine starke Basis in Deutschland, insbesondere durch den Zugang zum gesetzlichen Erstattungsmodell für digitale Therapien. Dieses Modell eröffnet grundsätzlich mehr als 70 Millionen Menschen die Nutzung entsprechender Anwendungen. Innerhalb von Sword Health soll diese Grundlage künftig als Ausgangspunkt für eine weitere Expansion in Europa dienen. Beide Unternehmen betonen ihren Ansatz, innerhalb nationaler Gesundheitssysteme zu arbeiten und skalierbare, evidenzbasierte Versorgungsmodelle anzubieten.

Die Übernahme basiert auf komplementären Stärken. Kaia Health bringt seine technologische Plattform sowie seine Marktkenntnis in Europa ein. Sword Health ergänzt dies durch eigene KI-Modelle, internationale Reichweite und ein wachsendes Angebot in den Bereichen körperliche Gesundheit, Frauengesundheit und mentale Gesundheit. Damit zielt der Zusammenschluss darauf ab, digitale Gesundheitsangebote für größere Nutzergruppen zugänglich zu machen.

Die rechtliche Beratung auf Seiten von Kaia Health übernahm Hogan Lovells International LLP. Weitere Beteiligte oder zeitliche Details zum Abschluss der Transaktion gaben die Unternehmen nicht bekannt.

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