Munich Startup
Kipu Quantum sammelt 3 Millionen Euro ein

Kipu Quantum sammelt 3 Millionen Euro ein

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

19. September 2022

3 Min. Lesezeit

Das Ziel des Unternehmens ist es, Quantencomputing für die Industrie anwendbar zu machen. Hierzu arbeitet Kipu an der Schnittstelle von Kundenanwendungsfällen, Quanten-Hardware-Architekturen und maßgeschneiderten anwendungs- und hardwarespezifischen Algorithmen, die gemeinsam mit Kunden entwickelt und in Unternehmenslösungen umgesetzt werden.

Daniel Volz gründete das Startup 2021 zusammen mit Enrique Solano und Tobias Grab. Der CEO kommentiert:

„Wir sind froh und dankbar, von einem starken Konsortium mit einer hervorragenden Erfolgsbilanz in Quantentechnologie, Produktdesign und Skalierung unterstützt zu werden, um eine spannende Technologie zu kommerzialisieren, die auf mehr als zwei Jahrzehnten wissenschaftlicher Durchbrüche aufbaut.“

Vor der Gründung war Volz am Aufbau der ersten Quantenteams bei der Management-Beratung McKinsey und dem Chemie-Konzern BASF tätig. Dort lernte er die Bedürfnisse der Endnutzer von Quantencomputing- Lösungen kennen. Er ist sich sicher, dass die bisherige Kombination von aktueller Hardware mit weniger als 500 Qubits mit hauptsächlich hardware-agnostischen Algorithmen keinen bedeutenden Vorteil gegenüber anderen Lösungen gebracht habe. Mit Kipu wollen er und seine Co-Founder dies bald grundlegend ändern.

Enrique Solano, Co-Gründer und Chief Visionary Officer bei Kipu, ist zudem auch Honorarprofessor der baskischen Stiftung für Wissenschaft Ikerbasque. Er publiziert bereits seit 2011 zu Quantencomputing und betont:

„Wir sind stolz darauf, die Ideen, die wir in zwei Jahrzehnten der Quantenforschung entwickelt haben, in Produkte umzusetzen und zu kommerzialisieren und damit Lösungen für den Quantencomputermarkt mit disruptiver Kreativität auf den Markt zu bringen. Wir freuen uns darauf, mit einem talentierten, internationalen Team zusammenzuarbeiten, um Produkte zu entwickeln, die den Quantenvorteil bald erreichen. Unsere Vision ist es, anwendungsspezifisches Quantencomputing zu nutzen, das auf der Hardware von heute und morgen aufbaut, um echte Probleme schon jetzt und nicht erst im nächsten Jahrzehnt zu lösen.“

„Kipu Quantum ist ein großartiges Beispiel für Ingenieure, die Forschung an den Markt bringen“

Andreas Fischer, Founding Partner bei Momentum, erklärt:

„Kipu Quantum ist ein großartiges Beispiel für Ingenieure, die Forschung an den Markt bringen, um Lösungen für einige der dringendsten Probleme unserer Zeit zu ermöglichen. Die Technologie von Kipu Quantum wird in den Bereichen Klimatechnologie, fortschrittliche Chemie, Pharmazie und vielen anderen Bereichen neue Potenziale erschließen. Dem Team ist es gelungen, einige der klügsten Köpfe auf dem Gebiet der Quanteninformatik zu versammeln, und wir freuen uns sehr, ihnen mit unserem Industrienetzwerk den Weg zu ebnen.“

Eric Hall, Managing Partner bei Entrada Ventures, sagt:

„Entrada Ventures ist begeistert von den beträchtlichen wirtschaftlichen Auswirkungen, die das Quantencomputing in allen Branchen haben wird, und ist davon überzeugt, dass Kipus innovativer Ansatz den Weg zu baldigen praktischen kommerziellen Anwendungen ebnet. Wir sind stolz darauf, mit einem Team zusammenzuarbeiten, das über die technische und geschäftliche Erfahrung verfügt, um aus dieser vielversprechenden Technologie Kapital zu schlagen.“

Olivier Tonneau, Partner bei Quantonation, fügt hinzu:

„Als Investor, der sich auf Quantentechnologien spezialisiert hat, stimmen wir voll und ganz mit der Vision von Kipu für den Markt der Quantentechnologien überein. Wir sind überzeugt, dass das Team das Potenzial hat, die Quantenrevolution mit bahnbrechender Software und Algorithmen anzuführen, die Industriekunden dabei helfen, die Vorteile der Quantentechnologien zu nutzen. Kipu wird eng mit führenden Herstellern von Hardware-Quantencomputern in Europa und den USA zusammenarbeiten und ihre wertschöpfende Softwarephilosophie einbringen, sobald die Hardware-Plattformen ausgereift sind.“

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