Wenn sich das UnternehmerTUM-Ökosystem mit dem internationalen Netzwerk der Messe München zusammen tut, treffen 140 skalierbare Startups pro Jahr auf etwa 150 Veranstaltungen und rund drei Millionen BesucherInnen jährlich. Der interessante Punkt der Kooperation liegt dabei weniger in klassischen Messeauftritten für Startups als in der Verbindung zweier bislang unterschiedlich funktionierender Netzwerke: UnternehmerTUM bringt junge Technologieunternehmen, InvestorInnen, Wissenschaft und Industrie zusammen, die Messe München verfügt über etablierte internationale Branchenplattformen und Zugänge zu potenziellen KundInnen.
Münchner Startups sollen schneller internationale Kunden erreichen
Mit dem Zusammenschluss wird einem nicht unwichtigem Problem von technologieorientierten Startups entgegengewirkt: Innovationen müssen nicht nur entwickelt und finanziert, sondern anschließend in industrielle Anwendungen und internationale Märkte gebracht werden.
UnternehmerTUM zählt zu den führenden Zentren für Innovation und Gründung in Europa. Nach eigenen Angaben entstehen in seinem Ökosystem jährlich mehr als 140 skalierbare Startups. Für 2025 weist UnternehmerTUM etwa 1,8 Milliarden Euro (zwei Milliarden Dollar) an Venture Capital und Finanzierung aus.
Die Messe München bringt auf der anderen Seite ein internationales Veranstaltungs- und Branchennetzwerk ein. Rund 150 Veranstaltungen jährlich erreichen nach Unternehmensangaben mehr als 50.000 AusstellerInnen und rund drei Millionen BesucherInnen. Das Portfolio umfasst unter anderem Automatisierung, Bau, Immobilien, Kreislaufwirtschaft, Mobilität, Elektronik und Quantentechnologie.
150 Veranstaltungen als Plattform für Tech-Startups
Künftig sollen diese Messeplattformen gezielter genutzt werden, um Startups mit etablierten Unternehmen, InvestorInnen und Forschungseinrichtungen zusammenzubringen. Dabei geht es sowohl um bereits von der Messe München abgedeckte Zukunftsfelder als auch um die Identifikation neuer Themen.
Geplant sind neue Innovationsformate, die konkrete Technologien, Best Practices und Anwendungsbeispiele sichtbar machen. Gleichzeitig sollen internationale Wachstumsmöglichkeiten für junge Technologieunternehmen systematisch ausgebaut werden.
Die Messe München ist dafür in zahlreichen internationalen Märkten präsent. Zum Netzwerk gehören Aktivitäten unter anderem in China, Indien, Brasilien, Südafrika, der Türkei, Singapur, Vietnam, Thailand, den USA, Saudi-Arabien und Kenia.
„Innovationen entstehen dort, wo Industrie, Wissenschaft, Investoren und Startups zusammentreffen“,
erklären die Messe-München-CEOs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. Mit UnternehmerTUM wolle man Technologien von Startups sichtbarer machen und ihnen Türen zu internationalen Märkten, KundInnen und Kapital öffnen.
UnternehmerTUM bringt mehr als 140 skalierbare Startups pro Jahr ein
Für UnternehmerTUM erweitert die Kooperation vor allem die Möglichkeiten, Unternehmen aus dem eigenen Ökosystem bei der Markterschließung zu unterstützen. Neben Kapital und Technologiekompetenz wird damit der Zugang zu branchenspezifischen KundInnen und PartnerInnen stärker in den Fokus gerückt.
„Innovationen entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn sie erfolgreich ihren Weg in den Markt finden“,
erklären UnternehmerTUM-CEO und Mitgründer Helmut Schönenberger und Geschäftsführer Christian Mohr. Die Kooperation solle technologische Exzellenz mit internationalem Marktzugang verbinden.
Mit der Partnerschaft werden Gründungs- und Innovationsförderung stärker im Münchner Ökosystem mit etablierten internationalen Vertriebs- und Branchenplattformen verzahnt. Gerade für B2B- und Deeptech-Startups können Fachmessen Orte sein, an denen PilotkundInnen, IndustriepartnerInnen oder potenzielle InvestorInnen aufeinandertreffen.
Automatica und World of Quantum liefern die Blaupause
Ganz neu ist die Zusammenarbeit der beiden Münchner Akteure nicht. Bei den Leitmessen automatica und World of Quantum wurden bereits gemeinsame Innovationsformate umgesetzt, die Technologieunternehmen und Startups mit IndustriepartnerInnen zusammenbringen.
Auf diesen Erfahrungen soll die strategische Partnerschaft nun aufbauen. Die Zusammenarbeit bei automatica und World of Quantum soll weiterentwickelt und auf weitere Leitmessen übertragen werden – sowohl in Deutschland als auch international.









