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Startup-Jobs: München laut Studie auf 2. Platz

Startup-Jobs: München laut Studie auf 2. Platz

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

1. Oktober 2016

2 Min. Lesezeit

Eine Studie von Joblift, einer Metasuchmaschine für Stellenanzeigen, hat die regionale Verteilung von Ausschreibungen für Startup-Jobs in Deutschland untersucht. München landet nach Berlin auf dem zweiten Platz.

Berlin führt die Ergebnisliste mit 45% aller gefundenen Job-Anzeigen an. Danach folgen München mit 12%, Hamburg mit 6%, Frankfurt mit 4% und Düsseldorf mit 3%. Jede dritte freie Stelle (30%) findet sich in einer anderen Stadt. Der Münchner Speckgürtel mit Garching, Unterschleißheim, Oberpfaffenhofen (Weßling), Martinsried und vielen weiteren Gemeinden fällt damit in diese Kategorie. Dennoch stieg die Zahl der gefundenen Stellenanzeigen in München monatlich im Schnitt um rund 4%. Der größte Zuwachs konnte in Frankfurt verzeichnet werden (7,2%). Die Anzahl freier Startup-Jobs schrumpfte in der Hauptstadt dagegen durchschnittich um gut 1% in den untersuchten 12 Monaten.

Wie viel Aussagekraft steckt dahinter?

Nicht ganz klar ist, was diese  Studienergebnisse tatsächlich aussagen: Bei Fintech Insider, die die Untersuchung in Auftrag gegeben haben, heißt es, nur „echte“ Startups seien berücksichtigt worden. Unternehmen, die mit „Startup-Spirit“ werben, würden dagegen ausgeklammert. Was dies konkret bedeutet, erklären die Autoren nicht.

Einen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Jobinserate und der Startup-Landschaft herzustellen und daraus seine Schlüsse zu ziehen, dieser Ansatz steht außerdem auf tönernen Füßen. Denn eine Personalpolitik, die verstärkt auf „Hire &  Fire“ setzt, produziert beispielsweise mehr Stellenanzeigen als eine, die neue Mitarbeiter direkt an den Universitäten oder im Netzwerk anwirbt. Und wie eine kürzlich veröffentlichte Bitkom-Studie zeigt, suchen Startups ihre neuen Mitarbeiter besonders auf dem informellen Weg über „Vitamin B“: Mehr als drei Viertel (76%) der Jungunternehmen setzen auf Mund-zu-Mund-Propaganda, nur 46% auf Online-Stellenbörsen. Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp kommentiert entsprechend:

„Startups wachsen häufig sehr schnell und benötigen dann in kurzer Zeit besonders viele qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Dabei hat sich die Vermittlung über persönliche Empfehlungen bewährt.“

Eine Übersicht über Stellenbörsen, die auf Startups spezialisiert sind, findet sich in unserem Service-Bereich.

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