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Odonata: Drohnen für kritische Logistik

Odonata: Drohnen für kritische Logistik

Odonata

Credit: Foto: ODONATA GmbH

Odonata – Credit: Foto: ODONATA GmbH

Saskia Doll

Saskia Doll

Odonata entwickelt mit Pantala eine autonome Drohnenplattform für zeitkritische Transporte. Ob medizinische Güter oder Ersatzteile: Die Technologie soll Logistik schneller, flexibler und unabhängiger machen, auch in schwer zugänglichen Regionen. CEO Dennis Furchheim erklärt im Interview, was dahintersteckt und welche Meilensteine jetzt entscheidend sind.

24. April 2026

3 Min. Lesezeit

Munich Startup: Für welches Problem bietet ihr eine Lösung?

Dennis Furchheim, CEO: Wir adressieren ein klares Problem moderner Logistik: Viele zeitkritische Transporte, etwa Ersatzteile, medizinische Güter oder Lieferungen in schwer zugängliche Regionen, sind heute zu langsam, zu teuer oder von bestehender Infrastruktur abhängig. Gleichzeitig steigt mit dem E-Commerce der Bedarf an flexibleren Logistiklösungen. Genau dafür entwickeln wir mit Odonata eine autonome VTOL-Plattform, die dort einspringt, wo klassische Systeme an ihre Grenzen stoßen.

Munich Startup: Was könnt nur ihr Stand heute?

Dennis Furchheim: Unsere Stärke ist die Kombination aus relevanter Nutzlast, großer Reichweite, vertikaler Start und Landung und einer Plattform, die modular gedacht ist. Viele Lösungen decken nur einzelne Aspekte davon ab. Wir entwickeln ein System, das wirtschaftlich relevante Logistikmissionen ermöglichen soll und gleichzeitig das Potenzial für Dual-Use-Anwendungen mitbringt.

Bewusster Pivot hin zu unbemannter Plattform

Munich Startup: Was war der Auslöser für die Gründung?

Dennis Furchheim: Der Ursprung liegt in 2020 kurz nach der ersten eVTOL-Welle (Anm. d. Red.: eVTOL steht für ein elektrisch angetriebenes Flugzeug, das senkrecht starten und landen kann) in Deutschland. Wir haben uns das Thema schon 2020 sehr früh angeschaut vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Dabei wurde schnell klar, dass ein tragfähiges Modell nur mit ausreichend Reichweite und Kapazität funktionieren kann. Daraus entstand zunächst ein eVTOL-Konzept rund um einen hybriden Wasserstoff-Powertrain. Als sich 2024 mit unserem 1:8-Modell gezeigt hat, wie herausfordernd der Kapitalbedarf in diesem Bereich ist, haben wir bewusst den Pivot gemacht hin zu einer unbemannten Plattform. So ist die Pantala entstanden mit ihren USPs.

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Odonata

Odonata entwickelt mit Pantala eine unbemannte, hybride VTOL-Drohne für vielseitige Logistik- und Industrieeinsätze. Das System startet und landet vertikal wie ein Helikopter und fliegt effizient wie ein Flugzeug.
Mit einer Spannweite von knapp 8 Metern, bis zu 80 Kilogramm Nutzlast, über 1.000 Kilometern Reichweite und mehr als zehn Stunden Flugzeit ist die Plattform auf zeitkritische Transporte ausgelegt.
Durch ihren modularen Aufbau eignet sich Pantala für unterschiedliche Einsatzszenarien von Logistik bis hin zu sicherheitsrelevanten Anwendungen.

Munich Startup: Gab es einen Moment, in dem ihr ans Aufgeben gedacht habt?

Dennis Furchheim: Es gab definitiv Phasen, die extrem herausfordernd waren. Gerade in einem Hardware- und Luftfahrtprojekt gibt es immer wieder Momente, in denen Zeitpläne kippen, Finanzierungsprozesse länger dauern als geplant. Das gehört zur Realität dazu. Aber wir haben nie ernsthaft ans Aufgeben gedacht. Eher daran, wie wir trotz aller Rückschläge weiterkommen.

Von der Technologie zur Traktion

Munich Startup: Woran würdet ihr in einem Jahr erkennen, dass ihr auf dem richtigen Weg seid?

Dennis Furchheim: Wenn aus Technologie echte Traktion wird: also erfolgreiche Testmeilensteine, konkrete Pilotprojekte und belastbares Marktinteresse. Dann wissen wir, dass wir nicht nur etwas bauen, das fliegt, sondern etwas, das gebraucht wird.

Munich Startup: Würdet ihr wieder in München gründen und warum?

Dennis Furchheim: Ja, definitiv. München bietet für Deeptech, Luftfahrt und industrielle Technologien ein starkes Umfeld mit gutem Zugang zu Engineering, Industrie.

Munich Startup: Fokus oder Diversifikation?

Dennis Furchheim: Ganz klar: Fokus. Am Anfang muss die Kernplattform technologisch und wirtschaftlich überzeugen. Diversifikation ist spannend, aber erst dann, wenn das Fundament steht.

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