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Openlaw kauft Firma.de aus Insolvenz

Openlaw kauft Firma.de aus Insolvenz

Saskia Doll

Saskia Doll

23. Juni 2026

2 Min. Lesezeit

Das Münchner Legaltech Openlaw übernimmt Firma.de aus der Insolvenz. Nur zwei Jahre nach der eigenen Gründung sichert sich das Startup damit einen der Pioniere der digitalen Unternehmensgründung in Deutschland. Firma.de entstand 2012 und hat den Markt über mehr als ein Jahrzehnt mitgeprägt.

Durch die Übernahme wächst Openlaw nach eigenen Angaben zum Marktführer für vollständig digitale Unternehmensgründungen in Deutschland. Die Plattform verfügt künftig über mehr als 30.000 KundInnen und ein Netzwerk von über 1.000 NotarInnen. Die organisatorische und technische Integration soll innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen sein.

Openlaw betreibt die Plattform Beglaubigt.de und verfolgt das Ziel, Unternehmensgründungen in Deutschland zu beschleunigen. Nach Angaben des Unternehmens dauert die Gründung einer GmbH hierzulande häufig noch vier bis acht Wochen. Durch die Übernahme von Firma.de will Openlaw den Ausbau seiner digitalen Infrastruktur deutlich beschleunigen.

Schnelligkeit entscheidet im Bieterprozess

Laut Insolvenzverwalter setzte sich Openlaw in einem Verfahren mit mehreren Interessenten durch. Ausschlaggebend sei insbesondere die Erfahrung des Teams rund um CEO Alexander Sporenberg gewesen. Sporenberg gehörte zuvor zum Gründungsteam der Razor Group und sammelte dort umfangreiche Erfahrung im Bereich Unternehmensübernahmen.

Joachim Kühne von CMS Hasche Sigle, Insolvenzverwalter von Firma.de, kommentiert:

„Dies war in jeder Hinsicht ein äußerst anspruchsvoller Verkaufsprozess. Sporenberg und sein Team zeigten Entschlossenheit und die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit zu handeln – und genau das hat den Ausschlag gegeben.“

Openlaw will nicht nur die KundInnen übernehmen, sondern auch einen großen Teil des Teams integrieren. Laufende Projekte sollen ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Alexander Sporenberg, CEO von Openlaw, sagt:

„In einer Zeit, in der es mehr Unternehmensinsolvenzen gibt als jemals zuvor in den letzten mehr als zwei Jahrzehnten, trägt die Geschwindigkeit bei Unternehmensgründungen entscheidend dazu bei, ob sich unsere Wirtschaft erneuern kann. Jeder, der ein Unternehmen innerhalb von Tagen statt Wochen gründen kann, trägt dazu bei, das Land schneller wieder in Schwung zu bringen. Wir bauen das Betriebssystem für das Unternehmertum auf – von der Gründung bis zur Steuer.“

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