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Ororatech startet Forschungssatellit GENA-OT

Ororatech startet Forschungssatellit GENA-OT

GENA-OT von Ororatech

Credit: Ororatech

GENA-OT von Ororatech – Credit: Ororatech

Saskia Müller

Saskia Müller

Das Münchner Luft- und Raumfahrt-Startup hat mit GENA-OT einen flexiblen Forschungssatelliten ins All gebracht. Die Plattform soll einfachen Zugang zum Weltraum ermöglichen.

6. Dezember 2025

3 Min. Lesezeit

Ororatech hat gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München den ersten Satelliten seiner neuen GENA-Reihe erfolgreich in den Weltraum gebracht. Der Forschungssatellit GENA-OT (Generic flexible Nanosatellite von Ororatech) startete an Bord der SpaceX-Mission Transporter-15 von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Das Projekt des Münchner Startups wurde im Rahmen des General Support Technology Programme (GSTP) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

Der modulare 16U-CubeSat dient als „Mini-Labor im All“ und bietet Platz für verschiedene Nutzlasten wie Sensoren oder Kameras. Mit der Plattform will Ororatech Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen die Möglichkeit geben, Experimente und Technologie-Tests im Weltraum einfacher und kostengünstiger durchzuführen. Ziel ist es, den Zugang zum All zu standardisieren und so Europas Innovationskraft und technologische Unabhängigkeit zu stärken.

Flexible Plattform für Forschung und Startups

Mit GENA-OT schafft Ororatech eine offene Plattform, die mehrere Nutzer gleichzeitig bedienen kann. Forschungseinrichtungen und Startups können ihre eigenen Experimente in den Satelliten integrieren, ohne selbst eine komplette Weltraummission aufbauen zu müssen. Das Konzept soll Entwicklungszeiten verkürzen und neue Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie ermöglichen.

Andreas Knopp von der Universität der Bundeswehr München betont:

„Hohe Geschwindigkeit, modulare Bauweise und modernste Innovation: Mit GENA-OT zeigen wir, wie die Zukunft der Satellitenentwicklung aussieht. In einem beispiellos kurzen Zeitraum haben wir mehrere innovative Nutzlasten von der Universität sowie verschiedener Startups integriert. Das Projekt verdeutlicht, wie Wissenschaft und Industrie mit gebündelten Kräften den New-Space-Anforderungen schnell gerecht werden können.“

Martin Langer, Geschäftsführer und Technologiechef von Ororatech, ergänzt:

„Unsere Mission unterstreicht, wie kommerzielle Plattformen und öffentlicher Nutzen Hand in Hand gehen: GENA-OT ist das Ergebnis einer öffentlich-privaten Partnerschaft, in der wir weltraumtaugliche Hardware in Rekordzeit geliefert haben. Wir sind fest überzeugt: Gute Entscheidungen basieren auf guten Daten. Und unsere neue Satellitenplattform bietet die Möglichkeit für neue Infrastrukturen, um schnell und flexibel neue Daten zu gewinnen.“

Schritt in Richtung europäische Unabhängigkeit

Die GENA-Plattform soll künftig als Standard für flexible Satellitenmissionen dienen. Sie eröffnet neue Chancen für die europäische Raumfahrtforschung und trägt dazu bei, unabhängigere Daten- und Technologie-Infrastrukturen in Europa aufzubauen. Ororatech plant, weitere GENA-Satelliten mit unterschiedlichen Nutzlasten zu starten.

Nach einer erfolgreichen Series-B-Finanzierung hatte Ororatech zuletzt im Rahmen der Waldbrandüberwachung in Kolumbien von sich reden gemacht. Mit dem erfolgreichen Start von GENA-OT baut das Münchner Startup seine Rolle als Innovationspartner im europäischen New-Space-Sektor weiter aus.

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