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Wer vertraut sein Geld dem Robo-Advisor an?

Wer vertraut sein Geld dem Robo-Advisor an?

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

19. Dezember 2016

2 Min. Lesezeit

Gebildet, eher jung, im Finanzsektor tätig: Das Münchner FinTech-Startup Scalable Capital — nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland — gibt einige Details über seine Kunden preis.

Digitale Vermögensverwalter werben mit einer guten Performance, kalkulierbarem Risiko und geringen Kosten. Möglich machen soll dies ein intelligenter Algorithmus, der das Geld der Kunden automatisiert anlegt.

Bereits 100 Millionen Euro vertrauen die rund 2.500 Kunden dem Münchner Startup Scalable Capital und seinem „Robo-Advisor“ an. Wöchentlich kommen drei bis fünf Millionen hinzu. Durchschnittlich investiert jeder Kunde 42.000 Euro mit Scalable Capital.

Der typische Kunde: gebildet, eher jung, im Finanzsektor tätig

Mehr als neun von zehn Anlegern haben einen Hochschulabschluss, der Altersschnitt liegt bei 42 Jahren. Angesichts der durchschnittlichen Anlagesummen ist die Kundschaft damit eher jung. Jeder fünfte Kunde ist von Beruf Banker. Florian Prucker, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital, sagt:

„Der Großteil unserer Kunden beschäftigt sich beruflich tagtäglich mit Zahlen, Formeln oder Software.“

Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker und Ingenieure machen zwei Drittel der Kunden aus.

„Deutsche Anleger für den Kapitalmarkt begeistern“

Jeweils rund ein Drittel des Geldes, das die Anleger Scalable Capital anvertrauen, lag zuvor auf Tagesgeld- oder Sparkonten bei großen deutschen Universalbanken oder Sparkassen und Volksbanken. Ein gutes Fünftel kommt von Direktbanken. Erik Podzuweit, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer:

„Wir zeigen, wie man auch deutsche Anleger für den Kapitalmarkt begeistert. Mit moderner Technologie, voller Transparenz zu den Verlustrisiken und geringen Kosten überzeugen wir Menschen, ihre Ersparnisse vom Geldmarkt in den Kapitalmarkt umzuschichten.“

Das, so Podzuweit, sei angesichts des niedrigen Zinsniveaus und des wachsenden Rentenproblems in Deutschland dringend nötig.

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