Munich Startup: Welchen messbaren Unterschied macht eure Lösung heute schon?
Felix Füssel, Co-Founder und Co-CEO: Unser KI-Associate unterstützt kleine und mittelständische Anwaltskanzleien bei der Bearbeitung von komplexen Mandaten. In nur 15 Monaten sind wir von 0 auf mehr als 400 Anwaltskanzleien gewachsen. Dabei sparen wir Anwälten heute schon täglich bis zu vier Stunden Arbeitszeit. Wir werden in allen Bereichen der anwaltlichen Arbeit eingesetzt. Von der Einarbeitung in den Sachverhalt, der juristischen Recherche bis zur Erstellung von Schriftsätzen.
Munich Startup: Warum seid ihr schneller, besser oder mutiger als etablierte Anbieter?
Felix Füssel: Der Markt ist voll von generischen Chat-Tools für Anwälte. Aber Anwälte denken nicht im Chat, sie denken in der Akte. Durch Schnittstellen wird die Akte direkt aus dem Aktenverwaltungssystem in Silvernova importiert und bleibt immer aktuell.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Personalisierung des KI-Associate. Er lernt automatisch aus vergangenen Schriftsätzen die Sprache und Argumentationsweise des Anwalts. Dadurch sind die Antworten unserer KI deutlich präziser und liefern juristisch fundiertere Ergebnisse.
Für Anwälte entscheidend ist, dass wir mit renommierten Fachverlagen zusammenarbeiten und Schnittstellen an die relevanten Dokumentenmanagement-Systeme der Kanzleien ermöglichen, die aktuell niemand bieten kann.
Kundenfeedback beeinflusst Entwicklung maßgeblich
Munich Startup: Welche Entscheidung war bisher die wichtigste?
Felix Füssel: Bevor wir nur eine Zeile Code geschrieben haben, haben wir eine Powerpoint erstellt und diese als Prototyp des Produkts verkauft. Dadurch konnten wir die ersten zehn Anwaltskanzleien als Kunden gewinnen. Erst dann haben wir begonnen das Produkt zu entwickeln. Die ersten zehn Kunden haben uns gezeigt, dass unsere Produktidee auch wirklich auf Nachfrage trifft. Das dahinterliegende Prinzip lautet, dass wir uns ständig auf den Kunden und auf das, was ihm wirklich wichtig ist, konzentrieren. Das wenden wir bis heute ständig in unserer Produktentwicklung an.
Munich Startup: Welche Phase hat euch am meisten Wachstumsschmerzen bereitet?
Felix Füssel: Da wir mit Silvernova ursprünglich gebootstrapped waren, hatten wir nur ein kleines Entwicklungsteam. Mit den geringen Kapazitäten war es schwierig, allen Kundenwünschen und der ganzen Nachfrage gerecht zu werden. Durch unsere schnellen Umsatzsteigerungen und unser Pre-Seed Investment konnten wir aber unsere Entwicklerkapazitäten erweitern und die Kundenwünsche umsetzen. Jetzt sehen wir eine hohe Begeisterung unserer Kunden. Das erkennen wir insbesondere durch viele Stunden täglicher Nutzung, die Verbreitung von Silvernova durch Weiterempfehlungen und dadurch, dass unsere Kunden selbständig weitere Lizenzen kaufen.
Marktführerschaft im Blick
Munich Startup: Wo wollt ihr in fünf Jahren stehen und was muss bis dahin zwingend passieren?
Felix Füssel: Klarer Marktführer in Europa (& beyond) als Nr. 1 Lösung für die Bearbeitung komplexer Mandate von KMU-Anwaltskanzleien.
Munich Startup: Was funktioniert im Münchner Startup-Ökosystem besonders gut und wo wünscht ihr euch mehr Unterstützung?
Felix Füssel: Es gibt sehr viele inspirierende Startups in München. Wir genießen den Austausch mit anderen Startups im Münchner Technologiezentrum (MTZ) und auf verschiedenen Münchner Startup-Events.
Munich Startup: Remote-Team oder Office-Kultur?
Felix Füssel: Ganz klar: Office First. Insbesondere in einem Startup ist der tägliche Austausch essenziell. So lernen alle über ihren Bereich hinaus, was im Unternehmen passiert und die Beziehung zwischen den Mitarbeitern ist stärker. Gleichzeitig hat man auch viel mehr Spaß bei der Arbeit!











