Der Schritt ist für das Münchner Startup mehr als ein einzelner Projektgewinn. Mit dem Einstieg in Österreich erschließt Stabl Energy erstmals einen Auslandsmarkt und setzt damit einen wichtigen Meilenstein seiner europäischen Wachstumsstrategie. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die zunehmende Bedeutung intelligenter Batteriespeicher für die Integration erneuerbarer Energien und die Stabilisierung regionaler Stromnetze. Damit realisiert das Unternehmen das bislang größte Projekt dieser Art.
Erstes Auslandsprojekt für das Münchner Startup
Insgesamt werden sieben Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von 13,7 MWh installiert. Vier Systeme werden bereits Ende August an der zentralen Schaltstelle des Elektrowerks Schöder in Betrieb genommen. Drei weitere Batteriespeicher folgen an den Kraftwerksstandorten des Energieversorgers. Dadurch entsteht ein dezentrales Speichersystem, das die bestehende Wasserkraftinfrastruktur ergänzt und die regionale Stromversorgung flexibler macht.
„Mit dem Projekt beim Elektrowerk Schöder zeigen wir, dass unsere Batteriespeicher auch über Deutschland hinaus einen konkreten Mehrwert für Energieversorger und Industrie schaffen. Österreich ist für uns daher ein logischer nächster Schritt“,
sagt René Bisplinghoff, Head of Sales bei Stabl Energy.
Dem Unternehmen zufolge soll das Projekt zugleich den Auftakt für die Expansion im deutschsprachigen Raum bilden, bevor weitere europäische Märkte erschlossen werden.
Batteriespeicher ergänzen Wasserkraft und Photovoltaik
Die Speicher übernehmen mehrere Aufgaben im regionalen Stromnetz. Sie speichern überschüssigen Solarstrom zwischen und stellen ihn bei höherem Bedarf – etwa in den Abendstunden – wieder zur Verfügung. Gleichzeitig gleichen sie Lastspitzen aus und unterstützen einen netzdienlichen Betrieb.
Dadurch erhöht sich die Eigenverbrauchsquote erneuerbarer Energien, während das Stromnetz entlastet wird. Das Projekt gilt damit als weiterer Baustein für den Ausbau intelligenter Stromnetze („Smart Grids“), in denen Erzeugung, Speicherung und Verbrauch digital miteinander verknüpft werden.
Auch für das traditionsreiche Elektrowerk Schöder besitzt die Investition strategische Bedeutung. Das Familienunternehmen versorgt den steirischen Bezirk Murau seit mehr als 100 Jahren mit Strom und investiert kontinuierlich in den Ausbau seiner Infrastruktur.
„Mit den Batteriespeichern investieren wir gezielt in die Zukunft unserer regionalen Energieversorgung. Sie helfen uns, erneuerbar erzeugte Energie flexibler zu nutzen, Lastspitzen auszugleichen und unser Netz noch resilienter aufzustellen“,
erklärt Geschäftsführer Stefan Stadlober.

Ressourceneffiziente Speichertechnologie aus München
Stabl Energy setzt bei seinen stationären Batteriespeichersystemen auf sogenannte Second-Chance- und Zero-Life-Batterien. Mithilfe einer modularen Multilevel-Wechselrichtertechnologie lassen sich Batteriemodule unterschiedlichen Zustands gemeinsam einsetzen, wodurch ihre Lebensdauer verlängert werden soll.
Nach Angaben des Unternehmens lassen sich die Speicher dadurch wirtschaftlich und flexibel in bestehende Energieinfrastrukturen integrieren. Ziel ist es, erneuerbare Energien besser nutzbar zu machen und gleichzeitig einen Beitrag zur Netzstabilität zu leisten.












