In einem europaweiten Wettbewerb konnten sich am Ende acht Teams aus insgesamt 68 Bewerbungen durchsetzen. Nun kann sThesis in einem Konsortium mit dem Helmholtz Zentrum München, dem TUM Klinikum Rechts der Isar und dem LMU Klinikum München im Bereich der Hormon-Sensorik ihre Technologie mit einer nicht verwässernden Förderung weiterentwickeln. Das Münchner Team tritt unter dem Projektnamen „Non-invasive Continuous Endocrine Phenotyping“ an. Ziel ist die Entwicklung einer nicht-invasiven Technologie zur kontinuierlichen Erfassung von Hormonen im Alltag.
Münchner Konsortium entwickelt nicht-invasive Hormonmessung
Während heute Hormonwerte meist nur punktuell durch Blutproben bestimmt werden, sollen künftig Sensoren kontinuierlich Veränderungen erfassen können. Dadurch könnten hormonelle Schwankungen wesentlich präziser analysiert und Erkrankungen früher erkannt werden.
Sprind will Durchbruch bei Biosensoren ermöglichen
Mit der Challenge verfolgt Sprind das Ziel, erstmals Biosensoren zu entwickeln, die mindestens vier Hormone über einen Zeitraum von sieben Tagen kontinuierlich messen können. Dabei kommen unterschiedliche biologische Matrizes wie Schweiß, Speichel oder interstitielle Flüssigkeit infrage. Die gewonnenen Daten sollen langfristig neue Möglichkeiten für Diagnostik, Präzisionsmedizin und KI-gestützte Auswertungen schaffen.
Die Förderung erfolgt in drei Stufen. In der jetzt gestarteten ersten Phase erhalten die acht ausgewählten Teams jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro. Nach einem Jahr entscheidet eine Jury, welche Projekte in die zweite Runde mit einer Förderung von bis zu 2 Millionen Euro einziehen. In der dritten und letzten Phase können bis zu vier Teams weitere 2,5 Millionen Euro erhalten.
München stärkt seine Position im Bereich Digital Health
Dass ein Münchner Konsortium zu den wenigen ausgewählten Teams gehört, passt zur Entwicklung des Standorts. Rund um die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilians-Universität sowie zahlreiche Startups und Forschungseinrichtungen entstehen seit Jahren Innovationen in den Bereichen Medizintechnik, Sensorik und KI.
Mit der Sprind-Förderung erhält das Team nun die Möglichkeit, seine Technologie innerhalb der kommenden zwölf Monate bis zu einem validierten Proof of Concept weiterzuentwickeln. Gelingt dies, winkt der Einzug in die nächste Förderstufe.












