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Studie: So steht es um den Gründungsstandort Deutschland

Studie: So steht es um den Gründungsstandort Deutschland

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

23. Januar 2018

2 Min. Lesezeit

Der Global Entrepreneurship Index (GEI) vergleicht 137 Länder weltweit in 14 Rubriken auf ihre Eignung als Gründungsstandort. Deutschland landet auf Platz 15. Nachholbedarf bestehen bei der Gründerinfrastruktur und der Vermittlung von unternehmerischem Wissen in den Schulen.

Der GEI beinhaltet sowohl die institutionellen Gründungsvoraussetzungen eines Landes als auch die unternehmerischen Qualitäten der Bevölkerung. Die Vereinigten Staaten führen das internationale Ranking an, gefolgt von der Schweiz und Kanada.

Das deutsche Ergebnis ist zwiespältig: Bei einigen Faktoren wie Internationalisierung, Technologieabsorption, Wettbewerb, Gründungskultur und Prozessinnovation bewegt sich Deutschland auf den guten Plätzen 8 bis 13. Anders bei den Produktinnovationen (45.), dem Humankapital (48.) sowie dem Networking (61.). Der KfW-Gründungsexperte Dr. Georg Metzger kommentiert:

„Die unternehmerischen Qualitäten in der Bevölkerung hinken demnach also im internationalen Vergleich hinterher. Dagegen braucht die gründungsrelevante institutionelle Qualität den internationalen Vergleich nicht zu scheuen.“

Maßnahmenbündel für Gründungsstandort

Metzger nennt auch mögliche Lösungsansätze: Durch den Ausbau von Gründungsinfrastruktur und Kommunikationstechnologien könne das Networking verbessert werden. Er nennt hier unter anderem die Breitbandversorgung, Incubatoren, Gründerevents und Plattformen. Humankapital und Gründungskompetenzen könnten bereits in der Schule, aber auch später im Rahmen von Coachings und Weiterbildungen vermittelt werden. Um die Produktinnovationen zu steigern schlägt er vor, Forschungskooperationen zwischen Universitäten und der Wirtschaft zu stärken. Außerdem solle die Technologieoffenheit der Bevölkerung gefördert werden. Der Experte warnt allerdings vor überzogenen Erwartungen:

„Erfolge sind nicht von heute auf morgen zu erwarten. Umso wichtiger ist es, die Schwächen mit einem langen Atem anzugehen.“

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