Munich Startup
Wenn die alte mit der neuen Wirtschaft…

Wenn die alte mit der neuen Wirtschaft…

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

12. April 2017

2 Min. Lesezeit

Deloitte untersucht in einer Studie Kooperationen von Mittelständlern und Startups. Trotz geringer — meist nur zweistelliger — Fallzahlen kommen die Unternehmensberater zu interessanten Ergebnissen.

Eine Kernfrage der Untersuchung lautet: Welche Motive haben Startups und mittelständische Unternehmen, zusammenzuarbeiten? Einen namentlich nicht genannten Startup-Gründer zitieren die Studienautoren so:

„Der Mittelstand sucht Startups generell als Quelle für Inspirationen und potenzielle Lieferanten von Technologie. Wir können dies liefern und profitieren natürlich unsererseits auch von Reputation und Image eines etablierten Unternehmens — insofern stellt das auf den ersten Blick eine Win-Win-Situation dar.“

Mittelständler im Vorteil?

Sowohl Startups als auch Etablierte profitieren offenbar von Kooperationen, doch nicht im selben Maße. Den größeren Nutzen ziehen nach eigener Aussage die befragten Altunternehmen aus der Zusammenarbeit: 73 % der Mittelständler und nur 54 % der Startups zeigen sich mit dem Ergebnis der Partnerschaft zufrieden. In der Folge suchen auch 69 % der Mittelständler, aber nur 55 % der Jungfirmen, zukünftig weitere Kooperationen. Zumindest aus Sicht der KMU profitieren die Alten jedoch keineswegs einseitig: Die befragten Mittelständler  fühlen sich im Falle des Scheiterns einer Partnerschaft deutlich häufiger von den Startups übervorteilt als anders herum (16 % vs. 5 %).

Deloitte-Partner Lutz Meyer sagt:

„Eine Kooperation kann für beide Seiten durchaus anstrengend sein – und dennoch sehr fruchtbar. Um zumindest in Ansätzen den oftmals bestehenden ‚Ad hoc-Charakter‘ spontan zustande gekommener Kooperationen abzufedern, sollten gerade die Mittelständler selber stärker die Initiative ergreifen. Ein gezieltes Kooperationsmanagement hilft dabei, kulturellen Differenzen vorzubeugen sowie von Beginn an Ziele und Strategien anzugleichen“

Wichtig, so Meyer, sei es, mit realistischen Erwartungen an die Zusammenarbeit heranzugehen, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

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