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Forschungsergebnisse auf dem Sprung zur Geschäftsidee

Forschungsergebnisse auf dem Sprung zur Geschäftsidee

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

29. November 2019

3 Min. Lesezeit

Mit dem TUM IdeAward werden jährlich Forschungsergebnisse ausgezeichnet, die zu vielversprechenden Geschäftsideen werden könnten. In diesem Jahr ging der Preis an drei Teams aus den Bereichen Medizintechnik, Robotik und Landwirtschaft.

Aus welchem Forschungsergebnis kann ein erfolgreiches Produkt entwickelt werden? Auf diese Frage hatten sich mehr als 110 Teams aus der Technischen Universität München (TUM) für den IdeAward 2019 beworben. Zehn Finalisten erhielten daraufhin die Chance, ihre Ideen zu präsentieren. Und drei Teams schafften es, von der Jury als Preisträger auserkoren zu werden.

Verliehen wird der IdeAward von der TUM, UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung und der Zeidler-Forschungs-Stiftung, die das Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro stellt.

1. Preis: Dymium

Der erste Preis ging an Dymium aus dem Bereich Medizintechnik. Die Idee: Tausende Menschen müssen allein in Deutschland jedes Jahr aufgrund von Nierensteinen behandelt werden. Diese werden meist zertrümmert. Das Problem: Die Teile der Steine müssen anschließend einzeln gesucht und entfernt werden, was zeitaufwändig und fehleranfällig ist. Bleiben Fragmente zurück, können sich daraus neue Steine entwickeln. Dymium entwickelt eine Methode, um die Fragmente zuverlässig zu entfernen: Die Teile des Nierensteins werden durch eine Flüssigkeit magnetisiert und mit magnetischen Operationsinstrumenten aus der Niere gezogen.

Das Team ist hochgradig interdisziplinär: Eine Studentin und drei Studenten aus den Bereichen biomedizinische Informatik, Physik, Industriedesign und BWL bereiten die Gründung eines Unternehmens vor.

2. Preis: Modular Robotics

Mit dem zweiten Platz wurde Modular Robotics aus dem Bereich Robotik ausgezeichnet. Die Idee: Für kleine Firmen und für Unternehmen, die wechselnde Produkte herstellen, ist der Einsatz von Robotern oft zu kostspielig und zu aufwändig. Das Team von Modular Robotics hat deshalb eine Art Baukastensystem entwickelt. Aus wenigen Modulen kann eine große Bandbreite unterschiedlicher Roboter einfach zusammengesetzt und ohne viel Aufwand umgebaut werden. Die Roboter sind in der Lage, ihre (neue) Regelung selbst zu programmieren, sodass sie sofort einsatzbereit sind.

Im Team von Modular Robotics arbeiten Wissenschaftler des Lehrstuhls für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme und Studenten zusammen, die auf unterschiedliche Bereiche der Robotik und Informatik spezialisiert sind.

3. Preis: Brunsterkennung bei Kühen

Der dritte Platz ging an eine Idee aus dem Bereich der Landwirtschaft. In der Rinderzucht ist es wichtig, die Brunstzeit der Kühe zu erkennen, damit sie rechtzeitig besamt werden können. In größeren Betrieben und wenn die Rinder auf weitläufigen Flächen gehalten werden, ist dies nicht ohne technische Hilfsmittel möglich. Oft werden Geräte am Halsband der Kühe angebracht, die Bewegungen erfassen, die in der Brunstzeit üblich sind, und per Funk die Landwirte warnen. Daniel Maier will dort einen Sensor einsetzen, der mehrere Vorteile gegenüber den üblichen Technologien bietet: Er kostet weniger, ist haltbarer und braucht deutlich weniger Energie. Neben diesem Gewinn für die Betriebe erleichtert er auch die Tiere: Er ist nur so groß wie ein Zwei-Euro-Stück und wiegt deshalb weniger.

Daniel Maier studiert Elektrotechnik und Informationstechnik.

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