Ein Netzwerk aufzubauen, um Menschen unter 30 Jahren mit relevanten EntscheiderInnen der größten deutschen Firmen zu verbinden, die sonst nicht zugänglich sind. Das ist die Grundidee des Young Forum, einer Community für junge Menschen, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen wollen. Die Community bringt Studierende, GründerInnen und Nachwuchsführungskräfte mit etablierten Persönlichkeiten durch Events, Workshops und ein Netzwerk in mittlerweile 13 deutschen Städten zusammen. München ist mit rund 430 Mitgliedern der größte Standort.
Gegründet wurde das Young Forum von Daniel Mendes Jenner und Julian Schmidt. Gestartet ist die Community im November 2024 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Seitdem ist das Netzwerk schnell gewachsen: Mittlerweile zählt das Young Forum nach eigenen Angaben mehr als 1.800 Mitglieder in Deutschland. Angesprochen sind junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren – von Studierenden und BerufseinsteigerInnen über GründerInnen bis hin zu AktivistInnen und jungen Menschen aus der Politik.
Die Mitglieder sind zu 60 Prozent Studierende, der Rest verteilt sich auf GründerInnen. Wer sich für Circular Economy, Renewable Energy oder Finance interessiert, ist in den für regen Austausch geschaffenen Themen-Gruppen gut aufgehoben.
Benefits und Veranstaltungen
Der größte Vorteil ist der Zugang zu Events, die für Einzelpersonen in diesem Alter sonst kaum erreichbar wären. Über Partnerprogramme vermittelt das Young Forum exklusive Veranstaltungen, Workshops und Stipendien, wie etwa den Zugang zum Nachhaltigkeitsgipfel der Süddeutschen Zeitung oder dem Sustainable Economy Summit.
So wurden für den SZ Nachhaltigkeitsgipfel 25 Freitickets im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro an junge Talente vergeben. Auch bei anderen großen Veranstaltungen schafft das Netzwerk Zugänge. Für die Intersolar Europe / The smarter E Europe in München wurden beispielsweise kostenlose Messe- und Konferenzteilnahmen angeboten.
Im Mai 2026 fand außerdem die erste „Munich Impact Night“ statt. Mehr als 100 junge Talente trafen dabei auf über 20 etablierte EntscheiderInnen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit dabei waren unter anderem VertreterInnen von Airbus Defence and Space, United Internet, Bund Naturschutz und aus der Politik. Das zentrale Format „Meet the Leader“ setzte dabei nicht auf Vorträge, sondern auf den direkten Austausch zwischen den Generationen. Wer auf der Suche nach einer Arbeit mit Bedeutung ist, kann bei der „Impact Hiring Night“ seinen zukünftigen Arbeitgeber finden.
Neben den eigenen Veranstaltungen arbeitet das Young Forum auch mit etablierten Formaten zusammen. Dazu zählen unter anderem der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, das Greentech Festival, die OMR, die Unprepared Conference und die Super Return.
Die Vision dahinter
Das Young Forum versteht nachhaltige Entwicklung im Sinne der SDGs als Auftrag und sieht in intergenerationaler Zusammenarbeit den zentralen Hebel: Junge Talente sollen früh auf einflussreiche Personen treffen, statt sich den Zugang erst über Jahre erarbeiten zu müssen.
Dabei soll das Netzwerk mehr sein als eine Möglichkeit, möglichst viele Kontakte zu sammeln. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen einer jungen Generation, die Wirtschaft und Gesellschaft künftig mitgestalten will, und den Menschen, die heute bereits Verantwortung tragen.
Dass der Ansatz auf Interesse stößt, zeigt nicht zuletzt das schnelle Wachstum seit dem Start Ende 2024. Neben dem überregionalen Netzwerk setzt das Young Forum dabei auf lokale City Hubs. Dort entstehen Stammtische, Coworking-Angebote und Kooperationen mit Partnern vor Ort – und München spielt mit seinem besonders großen Hub eine zentrale Rolle.

Über den Autor: Liam Brömer absolviert ein halbjähriges Praktikum beim Strascheg Center for Entrepreneurship, parallel ist er in der Social Entrepreneurship Akademie tätig. Dies ermöglicht ihm Einblicke aus erster Hand in die Tiefen des Münchner Startup Ökosystems. Er ist 17 Jahre alt und besucht die 12. Klasse der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung.













