Franziska Scheuerle pitcht vor der Jury
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

„Die Höhle der Löwen“: Loremo-Deal gescheitert

Es klang so vielversprechend: Bei seinem Auftritt in der fünften Folge der aktuellen „Die Höhle der Löwen“-Staffel interessierten sich gleich drei InvestorInnen für das Münchner Kunst-Startup Loremo. Dennoch wurden sich die Beteiligten im Nachgang zur Sendung nicht handelseinig.

Dass die Münchner Startup-Szene auch das Luxussegment bedienen kann, beweist die Galeristin und Gründerin Franziska Scheuerle. Mit ihrer Plattform Loremo können Firmen und private KundInnen über einen Algorithmus-basierten Konfigurator maßgeschneiderte Kunstwerke bestellen. Die exklusiven Einzelstücke lassen sich dabei auf die Farben der bestehenden Inneneinrichtung und Persönlichkeiten der KundInnen anpassen. Das Geschäftsmodell besteht im Matching der InteressentInnen mit den geeigneten KünstlerInnen, für das Loremo dann einen Teil des Kaufpreises erhält.

Franziska Scheuerles Ziel für ihre Teilnahme an der Sendung formulierte sie vorab klar:

„Nachdem ich so viel Liebe, Leidenschaft und Passion in Loremo gesteckt habe, brauche ich nun im nächsten Schritt das Geld und auch die Expertise der Löwen. Deshalb hole ich mir jetzt den Deal.“

Das bedeutete im Klartext: 200.000 Euro für 10 Prozent der Unternehmensanteile.

Fehlerfreier Vortrag für Loremo

In ihrem Pitch nahm die Jungunternehmerin die Jury mit auf „eine emotionale Farbreise der exklusiven Ästhetik“, die bei den Jurymitgliedern für mächtig Eindruck sorgte. Carsten Maschmeyer kommentierte:

„Franziska, das war ein Spitzenvortrag mit Lebendigkeit und Interaktion. Fehlerfrei, druckreif! Das war rhetorisch der beste Auftritt, den ich in ein paar hundert Pitches erlebt habe.“

Obwohl er die Idee der Gründerin ähnlich wie seine JurykollegInnen für noch nicht ganz ausgereift hielt, überzeugte ihn die Person dahinter. Gemeinsam mit Dagmar Wöhrl und Tillman Schulz machte der Unternehmer ein Gegenangebot: 200.000 Euro für 30 Prozent Firmenanteile. Nach kurzer telefonischer Beratung willigte Franziska Scheuerle in den Deal ein. Eine Bauchentscheidung, wie sie unmittelbar nach ihrem Pitch bekräftigte.

Umso enttäuschender ist es für die Gründerin vermutlich, dass aus dem Geschäft am Ende nichts wurde. Im Interview mit der Wirtschaftswoche berichtet sie darüber, dass im Anschluss an die Sendung der persönliche Austausch in München stattfand. Maschmeyer habe dabei sein KI- und Tech-Knowhow eingebracht, Wöhrl ihr Wissen über den Luxus- und Kunstmarkt und Schulz seine Expertise im Bereich Luxus, Kunst sowie innovative Technologien.

„Aber aus strategischen Gesichtspunkten konnten wir uns am Ende nicht auf eine Zusammenarbeit einigen. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass der Kontakt bestehen bleibt“,

so Scheuerle.