„KI im Kern von allem“ – So ist die Vivatech in Paris
Maximilian Feigl
Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.
Vive la Intelligence Artificielle – „Im Kern von allem, was Sie hier sehen, hören und miterleben steckt KI.“ Mit diesen Worten eröffnen Maurice Lévy, Aufsichtsratsvorsitzender der Publicis Gruppe, und Pierre Louette, CEO der Groupe Les Echos Les Parisien, die Vivatech 2024. Denn in diesem Jahr dreht sich natürlich auch in Paris alles um Künstliche Intelligenz. Das zeigt sich aber nicht nur beim Blick in die Hallen, wo laut den beiden 40 Prozent aller Showcases aus dem KI-Bereich kommen. Auch auf den zahlreichen Bühnen der Vivatech ist KI ständig Thema, dabei teilen hochkarätige SpeakerInnen von Unternehmen wie OpenAI, Meta, Mistral, Baidu, Google, Nvidia, Adobe und anderen ihr Wissen. Teile des Programms könnt Ihr übrigens live über die Webseite oder den LinkedIn-Auftritt der Viva Technology verfolgen. (Bild: Viva Technology)Vive la politique – Auch die Politik ist stark auf der Vivatech vertreten, nicht nur in Form von Marina Ferrari, französische Staatsministerin für Digitalisierung, die die Wirtschaftspolitik von Präsident Macron loben und einige Erfolge vorstellen darf. Unter der Überschrift „Bullet Train to the Future“ stellt sich zudem das diesjährige Partnerland Japan vor. Dabei hat Kazuchika Iwata, Staatsminister im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie von Japan, nicht nur einen Blick auf die lang bestehende französisch-japanische Freundschaft mitgebracht, sondern auch eine Videobotschaft von Japans Premierminister Fumio Kishida. Anschließend übergibt er das Mikrofon an Manabu Miyasaka, Vizegouverneur und CIO der Regierung der Metropolregion Tokyo, der von einer Kooperation zwischen der Vivatech und der Sushitech schwärmt. Im weiteren Verlauf ihres viertägigen Programms erwartet die Vivatech zudem Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, sowie John Kerry, US-Außenminister unter Präsident Obama und bis März diesen Jahres US-Sondergesandter für das Klima für Präsident Biden. (Bild: Viva Technology)Vive la voiture – Wüsste man es nicht besser, könnte man die Vivatech für eine Automobilausstellung halten. Denn nicht nur Tesla hat zahlreiche seiner Modelle auf der Messe ausgestellt, auch Peugeot und Audi präsentieren sich mit Konzeptfahrzeugen. Aber nicht die Autobauer sind stark auf der Messe vertreten. Tatsächlich sind zahlreiche große Konzerne mit einem eigenen Stand Teil der Vivatech, und zwar nicht nur die üblichen Verdächtigen wie AWS, Google, Meta, Microsoft und Co. Auch Airbus, Axa, BNP Paribas, JCDecaux, L’Oreal, Siemens, LVMH, Nvidia, Orange und viele andere sind vor Ort. Insgesamt treffen auf der Vivatech laut dem Veranstalter über 2.800 Aussteller auf rund 150.000 BesucherInnen. (Bild: Munich Startup)Vive le pitch – In den zwei Messehallen finden sich neben den Ständen der Unternehmen auch neun Bühnen und die Stände von 40 Ländern. Von Belgien über Holland und die Ukraine bis hin zum Senegal, Brasilien, Kanada und Korea trifft sich hier nicht nur die europäische, sondern die globale Tech-Szene. Und an beinahe allen diesen Ständen wird gepitcht – kurz und knapp ebenso wie lang und ausführlich. Insgesamt sind laut Angaben der Vivatech 11.400 Startups und 2.500 InvestorInnen vor Ort. (Bild: Munich Startup)Vive l’amité franco-allemande – Natürlich hat auch Deutschland einen Stand auf der Vivatech. Dieser unterscheidet sich aber von den Auftritten auf anderen Messen. Denn im French-German Tech Lab dreht sich alles um die technologische und akademische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland. So findet man hier nicht nur Vertreter der DE:Hub-Initiative, sondern auch die German-French Academy for the Industry of the Future, die von der Technischen Universität München und dem Institut Mines-Télécom ins Leben gerufen wurde. Beide Einrichtungen haben auch einige ihrer Startups mitgebracht – die TUM beispielsweise Roundpeg Technologies aus München. (Bild: Munich Startup)Vive le régionalisme – Aber nicht nur Deutschland hat einen eigenen Stand, sondern auch Bayern – ebenso wie zahlreiche Regionen Frankreichs. Organisiert von Bayern International stellen hier ausgewählte Startups aus dem Freistaat und der Landeshauptstadt – etwa Fulfin und Deltavision – aus und informieren über ihre Lösungen. Am zweiten Messetag werden die Startups hier auch pitchen, zusammen mit weiteren Münchner Jungunternehmen, die Teil der Delegation von Munich Startup sind. Auf dem Bild ist der Besuch von Tobias Gotthardt (ganz links), Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zu sehen. Nach einem kurzen Grußwort nahm sich der Staatssekretär die Zeit, mit jedem Startup am Stand in Ruhe zu sprechen. (Bild: Munich Startup).
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