© Conny Marx

Women in Tech: Business Angel Conny Marx

Nach ihrer Karriere in diversen Konzernen hat Conny Marx selbst mehrere Unternehmen gegründet. Nun ist die "Woman in Tech" auch als Business Angel aktiv und auf der Suche nach Investments. Innovationen mit Impact sind dabei ihr im Fokus. Ein Interview.

Munich Startup: Wie ist Dein bisheriger Werdegang?

Conny Marx: Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen in München studiert und im Anschluss eine erfolgreiche Karriere im strategischen Partnermanagement bei verschiedenen Konzernen durchlaufen. Mein Weg führte mich bis zur Position des „Head of“, bevor ich 2017 die Entscheidung traf, mein eigenes Startup zu gründen. Seitdem engagiere ich mich leidenschaftlich in der Startup-Szene, sowohl mit eigenen Projekten als auch als Beraterin für Startups.

Munich Startup: Was hat Dich dazu motiviert, in Startups zu investieren?

Conny Marx: Durch meine eigene Erfahrung weiß ich, wie herausfordernd es gerade für Gründerinnen sein kann, am Anfang Investitionen zu erhalten. Deshalb möchte ich gezielt unterstützen. Mir liegt es am Herzen, einen Beitrag zur Förderung zukünftiger Innovationen zu leisten, und ich glaube, dass Startup-Investitionen ein wirksames Mittel sind, um einen echten Impact zu erzielen.

Conny Marx: Leidenschaftlich in der Startup-Szene engagiert

Munich Startup: Welche Technologie oder Branche findest Du persönlich aktuell besonders interessant?

Conny Marx: Ich finde die Medtech-Branche derzeit besonders spannend. Hier geschieht unglaublich viel, und es werden neue Technologien in konkrete Anwendungen umgesetzt. Darüber hinaus interessieren mich Ideen, die Lösungen entwickeln, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Dennoch bin ich stets offen für Innovationen aus verschiedenen Bereichen und lasse mich gerne von Lösungen begeistern, die einen spürbaren Impact haben.

Munich Startup: Welche Vorteile bringen Deiner Ansicht nach divers aufgestellte Gründungs- oder auch VC-Teams mit sich?

Conny Marx: Durch Diversität werden stets unterschiedliche Ansichten und Meinungen eingebracht. Das führt dazu, dass Teams sich verschiedenen Perspektiven öffnen. Dies ist eine Bereicherung für jedes Team und trägt zum Erfolg der Startups bei.

Munich Startup: Was sind Deine drei liebsten Arbeitstools?

Conny Marx: Conny Marx: Canva, Trello und Google Workspace.

Munich Startup: Dein Top-Tipp zum Thema “Pitchen”?

Conny Marx: Möglichst simpel halten, so dass jede:r verstehen kann, worum es geht. Cool und authentisch bleiben.

Munich Startup: Erscheint es Dir gerade als eine gute Zeit, um zu gründen? Warum?

Conny Marx: Ich bin der Meinung, dass man, wenn man eine gute Idee hat, um ein konkretes Problem zu lösen, handeln sollte, unabhängig von den aktuellen „Zeiten“. Auch wenn wir uns in einer Phase der Krise befinden, sollte das nicht abschrecken. Denn gerade aus solchen Zeiten entstehen oft sehr gute Ideen und erfolgreiche Startups.

„Auch Innovationen fördern, die einen sozialen oder gesellschaftlichen Nutzen haben“

Munich Startup: Was könnte aus Deiner Sicht am Startup-Standort München noch verbessert werden?

Conny Marx: Ich denke, dass der Standort München sich stärker darauf konzentrieren sollte, auch Innovationen zu fördern, die einen sozialen oder gesellschaftlichen Nutzen haben. Neben all den beeindruckenden technischen Fortschritten ist dies ein Bereich, der meiner Meinung nach äußerst wichtig ist, jedoch leider viel zu wenig Unterstützung und Investitionen erhält.

Munich Startup: Welche Investorin oder welchen Investor würdest Du gerne einmal persönlich treffen? Und was würdest Du sie oder ihn fragen?

Conny Marx: Durch das Female Investors Network habe ich das Glück gehabt, bereits viele inspirierende Investorinnen kennenzulernen. Besonders freue ich mich immer wieder auf persönliche Treffen mit Katja Ruhnke und Conny Hörl. Es interessiert mich, welche Faktoren sie benötigen, um sich sicher zu fühlen, in ein Startup zu investieren.

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Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

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