Die Geschäftsführer von Nimmsta Andreas Funkenhauser (links) und Florian Ruhland (rechts)
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Nimmsta erhält über 5 Millionen Euro

Das Münchner Intralogistik-Startup-Startup Nimmsta sichert sich über fünf Millionen Euro in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde. Mit dem Kapital soll das datenbasierte Produktivitätsökosystem des Unternehmens gezielt ausgebaut werden.

Das Münchner Technologieunternehmen Nimmsta hat in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde über fünf Millionen Euro eingesammelt. Lead-Investor ist Swiss Post Ventures. Weitere Mittel kamen von Alpha Future Funds, Gebhardt Fördertechnik, Companisto sowie weiteren neuen und bestehenden Investoren. Die Finanzierung soll den Ausbau des Nimmsta-Ökosystems beschleunigen, das auf die Optimierung logistischer Prozesse ausgelegt ist.

Fokus auf Light Tag System und neue Smart Watch

Im Zentrum der Weiterentwicklung steht das datenbasierte Nimmsta-Ökosystem, das sich aus drei Kernkomponenten zusammensetzt: der Industrial Smart Watch, dem kabellosen Light Tag System sowie einer modularen Produktivitätsplattform. Diese Bestandteile greifen ineinander und sollen eine fehlerfreie, intuitive Prozessführung ermöglichen – ohne Schulungsaufwand.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Light Tag System, das seit dem Marktstart auf der LogiMAT 2025 bei ersten Kunden im Einsatz ist. Ab dem dritten Quartal 2025 ist nach Unternehmensangaben eine breite Markteinführung geplant. Die farblich gesteuerten Lagerplatzmarker sollen Pick- und andere Logistikprozesse beschleunigen und sind vollständig in die Productivity Cloud von Nimmsta integriert. In Kombination mit der Industrial Smart Watch können damit Prozesse mit einer Fehlerquote von 0 Prozent und bis zu 50 Prozent Effizienzsteigerung erreicht werden.

Zudem arbeitet Nimmsta an einer neuen Generation der Smart Watch. Diese soll künftig auch ohne externe Geräte („standalone“) einsatzfähig sein und somit klassische mobile Datenerfassungsgeräte (MDEs) ersetzen. Das Ziel: möglichst wenig Technik mit maximaler Wirkung.

Datenbasierte Produktivität als Wettbewerbsvorteil

Die Kombination aus Hardware, Software und Echtzeit-Datenanalyse adressiert zentrale Herausforderungen der Intralogistik – etwa Prozesskomplexität, hohe Fehlerquoten und mangelnde Transparenz. Durch die intelligente Verknüpfung dieser Komponenten will das Münchner Startup ein digitales Assistenzsystem schaffen, das Prozesse sichtbar, steuerbar und skalierbar macht.

CEO und Co-Founder Andreas Funkenhauser hebt den strategischen Wert der gesammelten Daten hervor:

„Die Daten, die unser Ökosystem generiert, sind der Schlüssel zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse unserer Kunden. Genau darin liegt der größte Hebel – nicht in isolierten KI-Produkten, sondern im realen, messbaren Nutzen. Unsere Kunden profitieren sofort, weil sich unsere Lösung einfach, intuitiv und unkompliziert in ihre Prozesse integriert.“

Auch Marco Gebhardt, CEO von Gebhardt Fördertechnik, unterstreicht das Potenzial der Nimmsta-Lösung:

„Nimmsta hat bewiesen, dass Produktivität und Nutzerfreundlichkeit perfekt vereinbar sind. Die Kombination aus Wearable-Technologie, datenbasiertem Prozesswissen und einer Lösung, die für den Kunden einfach und unkompliziert einsetzbar ist, ist wegweisend für die Intralogistik von morgen.“

Mit dem neu gewonnenen Kapital will sich das Unternehmen als technologischer Vorreiter in einem Markt positionieren, der zunehmend auf Digitalisierung, Anpassungsfähigkeit und operative Effizienz setzt.

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