Munich Startup
Virtonomy schließt Series A ab

Virtonomy schließt Series A ab

Saskia Doll

Saskia Doll

15. Dezember 2025

2 Min. Lesezeit

Virtonomy hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro abgeschlossen. Companisto ist Hauptinvestor, Bayern Kapital unterstützt das Unternehmen mit einem erneuten und verstärkten Engagement. Das 2019 gegründete Münchner Startup entwickelt eine cloudbasierte Plattform, mit der Hersteller medizintechnischer Produkte ihre Innovationen an virtuellen PatientInnen testen können.

Die digitalen Patientenzwillinge basieren auf realitätsnahen Datensätzen und multiphysikalischen Simulationen. Unternehmen führen damit Tests schneller, häufiger und in verschiedenen Iterationen durch. Virtonomy verkürzt so die Entwicklungszeit medizintechnischer Produkte um bis zu 40 Prozent und senkt Kosten im Millionenbereich. Neben Einzeltests ermöglicht die Plattform auch Populationsanalysen und vollständige virtuelle Studien.

Mit dem frischen Kapital treibt Virtonomy die nächste Wachstumsphase voran. Das Unternehmen plant die weitere internationale Skalierung der Plattform, die regulatorische Validierung zur Integration virtueller Studien in reale Zulassungsverfahren sowie den Ausbau der globalen Präsenz und des Teams. CEO Simon Sonntag ordnet die Bedeutung der Finanzierung ein:

„Die Serie-A-Finanzierungsrunde ermöglicht es uns, die nächste Stufe der Skalierung umzusetzen: eine tiefere regulatorische Integration, eine größere geografische Reichweite und eine leistungsfähigere Infrastruktur für digitale klinische Tests.“

Fokus auf Skalierung und Regulierung

Bayern Kapital begleitet Virtonomy bereits seit der Seed-Finanzierungsrunde im Jahr 2021. Im Zentrum des Investments steht das Ziel, Tier- und Humanversuche im Rahmen klinischer Studien zu reduzieren. Die Plattform adressiert laut InvestorInnen einen Engpass der Medizintechnik: die hohe Komplexität und die Kosten klassischer klinischer Studien.

Auch Companisto sieht großes Potenzial. Investment Manager Robin Ghosh sagt:

„Virtonomy kombiniert einen klaren technologischen Vorsprung mit einem international skalierbaren Modell. Die potenziellen Auswirkungen auf die MedTech-Entwicklung sind erheblich, und wir sehen eine starke Dynamik für die nächste Phase.“

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital, ergänzt:

„Virtonomy beseitigt einen zentralen Engpass in der Medizintechnik. Die Fähigkeit, Komplexität, Kosten und den Bedarf an physischen Studien zu reduzieren, versetzt das Unternehmen in die Lage, weltweit stark zu expandieren.“

Aktuell nutzen bereits international führende Medtech-Unternehmen wie Medtronic, Johnson & Johnson und Boston Scientific die Plattform. Damit positioniert sich Virtonomy als relevanter Akteur für die digitale Transformation klinischer Studien auch über den Standort München hinaus.

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