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Neuer Rückenwind für 42watt: Obi übernimmt Mehrheitsbeteiligung

Neuer Rückenwind für 42watt: Obi übernimmt Mehrheitsbeteiligung

42watt-Gründer Jörg Überla und Marcus Dietmann

Credit: Foto: 42watt

42watt-Gründer Jörg Überla und Marcus Dietmann – Credit: Foto: 42watt

Saskia Müller

Saskia Müller

Das Cleantech-Startup 42watt geht den nächsten Wachstumsschritt: Obi übernimmt die Mehrheit an der Eigentümerin des Münchner Startups, der Enovato GmbH. Mit dem Schritt sichert sich 42watt Zugang zu Millionen KundInnen und treibt die Skalierung seines digitalen One-Stop-Shop-Modells für energetische Sanierung voran.

5. Februar 2026

3 Min. Lesezeit

42watt stellt die Weichen für die nächste Entwicklungsphase. Zum 27. Januar 2026 hat die Obi Group Holding die Mehrheit der Anteile an der Enovato GmbH übernommen, der Gesellschaft hinter 42watt. Für das Cleantech-Unternehmen bedeutet der Schritt vor allem beschleunigtes Wachstum, größere Reichweite und eine stärkere Marktposition im Bereich energetische Sanierung.

Obi und 42watt verbindet bereits seit November 2023 eine enge Partnerschaft. Nach einem Frühphasen-Invest folgt nun der nächste logische Schritt. Aus Sicht von 42watt schafft die Mehrheitsbeteiligung die strukturellen Voraussetzungen, um das eigene Geschäftsmodell bundesweit auszurollen und noch mehr EigentümerInnen bei der Umsetzung von Sanierungsprojekten zu begleiten.

Skalierung eines digitalen One-Stop-Shops

42watt positioniert sich als zentraler Ansprechpartner für energetische Sanierung im Wohngebäudebereich. Das Startup verfolgt einen universellen One-Stop-Shop-Ansatz: KundInnen erhalten Beratung, Planung und Umsetzung aus einer Hand. Dazu zählen die Analyse des Gebäudes, die Erstellung eines Individuellen Sanierungsfahrplans sowie die Begleitung bis zum Abschluss des Projekts. Ergänzend unterstützt 42watt bei der Identifikation und Nutzung von Fördermöglichkeiten.

Ein zentrales Differenzierungsmerkmal liegt in der Offenheit des Modells. 42watt arbeitet nicht mit festen Komponenten-Anbietern, sondern greift auf ein eigenes Netzwerk lokaler Fachwerkbetriebe zurück. Gleichzeitig integriert das Startup sowohl neue Sanierungsvorhaben als auch bereits umgesetzte Maßnahmen, die weiter ausgebaut oder kombiniert werden sollen. Damit adressiert 42watt ein zentrales Problem vieler EigentümerInnen: die Komplexität und Fragmentierung energetischer Sanierungen.

Durch den Einstieg von Obi kann 42watt diesen Ansatz deutlich skalieren. Energetische Sanierungsprojekte lassen sich ab sofort online über Obi sowie die Hey-Obi-App starten. Perspektivisch soll das Angebot auch in mehr als 350 Obi-Märkten in Deutschland verfügbar sein. Für 42watt entsteht so ein direkter Zugang zu einer großen, bestehenden KundInnenbasis.

Wachstum mit starkem Partner

Marcus Dietmann, Gründer und Geschäftsführer von 42watt, sagt:

„Mit Obi im Rücken können wir unsere Technologie noch breiter zu den Menschen bringen. Für uns ist das die Chance, genau den Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor anzusetzen, den wir schon immer im Blick hatten: einfach, digital und für jede:n machbar.“

Auch auf strategischer Ebene sieht 42watt klare Vorteile. Die starke Marke und die flächendeckende Präsenz von Obi schaffen eine Plattform, um den eigenen Lösungsansatz im Markt zu etablieren. Gleichzeitig bleibt der operative Fokus des Startups auf der Weiterentwicklung seines digitalen Angebots und der Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben.

Sebastian Gundel, CEO der Obi Group Holding, über die Rolle von 42watt im Konzernkontext: 

„Wir haben 42watt seit November 2023 begleitet und gesehen, mit welcher Leidenschaft das Team an Lösungen für die Energiewende arbeitet. 42watt passt strategisch optimal zu Obi.“ 

Für 42watt markiert der Einstieg von Obi den Übergang in eine Phase mit neuen operativen Spielräumen. Die Kombination aus digitalem Ansatz, regionalem Handwerksnetzwerk und der Reichweite eines etablierten Handelspartners schafft die Grundlage, um energetische Sanierungsprojekte künftig in größerem Umfang umzusetzen.

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