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Fija Finance wird von Keyrock übernommen

Das 2022 gegründete Startup entwickelt eine Software, mit der Finanzinstitute digitale Vermögenswerte ihrer KundInnen verwalten und Erträge generieren können. Mit der Integration in Keyrock will Fija Finance seine Technologie international skalieren. Finanzielle Details nennen die Beteiligten nicht.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Fintech-Startup Fija Finance und Keyrock nimmt die nächste Stufe. 2023 gewann das Münchner Startup das Accelerator-Programm von Keyrock und erhielt eine Seed-Investition. Parallel dazu  entstand eine strategische Partnerschaft, in deren Rahmen Fija Finance seine Technologie weiterentwickelte und in erste Produktstrukturen integrierte. Nun folgt die vollständige Übernahme, wie die Unternehmen verkündeten.

Für Fija Finance bedeutet der Schritt, dass die eigene Infrastruktur künftig Teil des Kerngeschäfts von Keyrock wird. Das Münchner Startup hat sich darauf spezialisiert, Finanzinstituten eine technische Lösung bereitzustellen, um Kryptobestände strukturiert anzulegen und zinsähnliche Erträge zu erwirtschaften. Grundlage sind Strategien aus dem Bereich Decentralized Finance. Dabei werden Kryptowährungen verliehen oder als Liquidität in entsprechenden Protokollen eingesetzt. Fija Finance bietet seine Technologie als Software-as-a-Service an, die sich in bestehende Plattformen integrieren lässt.

Technologie aus München im Onchain-Geschäft

Im Mittelpunkt der Übernahme steht die sogenannte Vault-Technologie von Fija Finance. Dabei handelt es sich um smart-contract-basierte Kapitalpools. InvestorInnen zahlen digitale Vermögenswerte ein, die automatisiert nach definierten Strategien verwaltet werden. Erträge werden anteilig verteilt.

Durch die Einbindung in Keyrock erhält das Münchner Startup Zugang zu einer größeren KundInnenbasis und zusätzlicher regulatorischer Infrastruktur. Ziel ist es, die eigene Technologie schneller in internationale Märkte zu bringen und in ein breiteres Onchain-Angebot einzubetten.

Christoph Scholze, CEO von Fija Finance, sagt: 

„Fija und Keyrock sind seit den frühen Phasen unserer Entwicklung eng verbunden. Der Zusammenschluss ermöglicht es, unsere Technologie innerhalb eines starken Anbieters für digitale Asset-Liquidität zu skalieren.“

Vom Accelerator zur Übernahme

Mit der jetzigen Übernahme geht Fija Finance vollständig in die Organisation von Keyrock über, indem die Technologie des Münchner Startups künftig in das bestehende Onchain-Geschäft eingebunden wird. Damit verschiebt sich der Fokus vom eigenständigen SaaS-Anbieter hin zu einer integrierten Lösung innerhalb eines größeren Marktakteurs.

Weitere Angaben zur Teamgröße, zu möglichen Auswirkungen auf MitarbeiterInnen oder zur künftigen Markenführung machen die Unternehmen nicht. Auch zur Höhe der Seed-Investition aus dem Jahr 2023 und zum Kaufpreis gibt es keine Informationen. Ebenso bleibt offen, ob und in welchem Umfang der Standort München langfristig bestehen bleibt.

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