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Pathologie 4.0: Millioneninvestment für inveox

Exklusiv. Vier Business Angels investieren eine Million Euro in das MedTech-Startup inveox. Die Münchner wollen mit dem frischen Kapital nun die letzten Meter zur Serienproduktion ihrer smarten Gewebecontainer gehen.

Die beiden Gründer Dominik Sievert und Maria Driesel haben sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit mit Gewebeproben zu vereinfachen und zugleich die Fehlerquote dabei deutlich zu senken. Dazu haben sie mit ihrem Startup inveox eine Komplettlösung für den smarten Umgang mit Biopsieproben entwickelt. Durch den Einsatz eines neuartigen Probencontainers sollen erschreckend häufig vorkommende Fehler bei der Zuordnung von Gewebeproben zum individuellen Patienten vermieden werden. Außerdem bietet inveox eine Automatisierungsplattform, mit deren Hilfe Labore eingehende Proben maschinell verarbeiten können sowie eine Web App zur Datenverarbeitung und -verknüpfung. Im Ergebnis soll die inveox-Lösung den Umgang mit Gewebeproben effizienter gestalten und gleichszeitig dafür sorgen, dass Patienten nicht die Diagnose eines anderen erhalten.

Vier — namentlich nicht genannten — Business Angels ist diese Technik schon vor ihrer Serien- und Marktreife ein Million Euro Investment wert. Mitgründer und CTO Dominik Sievert erklärt gegenüber Munich Startup, bis zum aktuellen Funktionsprototypen sei das MedTech-Startup alleine mit eigenen finanziellen Reserven, der Unterstützung des Accelerators TechFounders sowie Mitteln aus dem EXIST Gründerstipendium gekommen.

„Wir benötigen jetzt aber Ressourcen, um zu skalieren und unser Serienprodukt zu entwickeln.“

Seine Mitgründerin und CEO Maria Driesel ergänzt:

„Daneben soll uns die Finanzierung zum ersten zahlenden Kunden bringen.“

Das Gründerpaar von Inveox auf der SXSW im März 2017: Dominik Sievert und Maria Driesel, Foto: Munich Startup
Das Gründerpaar von inveox auf der SXSW im März 2017: Dominik Sievert und Maria Driesel, Foto: Munich Startup

„TechFounders und BayStartUP haben uns intensiv bei der Investorensuche unterstützt“

Einen der Business Angels hatten die Gründer bereits vor rund einem Jahr auf einem Event kennengelernt und standen seitdem lose in Kontakt, sagt Driesel:

„Daneben haben uns TechFounders und BayStartUP intensiv bei der Investorensuche unterstützt.“

Das Startup suchte offenbar gezielt nach Investoren, die das Unternehmen mit ihrem Know-how voranbringen können. Dominik Sievert sagt:

„Smart Money war von Anfang an ein entscheidendes Kriterium für uns: jetzt können wir über unsere Investoren auf Expertenwissen in den Bereichen IT/ SaaS, Regulatory Affairs, Industrie 4.0 und Unternehmensskalierung zurückgreifen.“

Wir fragen Maria Driesel, was sie denkt, was die Investoren überzeugt haben könnte, bei inveox einzusteigen:

„Das Team! Wir haben eine technische Lösung für ein globales Problem entwickelt, aber genau wie uns war unseren Investoren der menschliche Fit am wichtigsten!“

Simon Tischer

Seit Dezember 2015 schreibt Simon Tischer für Munich Startup. Vorzugsweise berichtet er über Studien, Hintergründe und von Veranstaltungen. Er studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

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