Bits & Pretzels im Zeichen von #metoo und Vielfalt
Foto: S. Tischer - Munich Startup

Bits & Pretzels im Zeichen von #metoo und Vielfalt

Das Startupfestival Bits & Pretzels hat mit einer Eröffnungsrede der amerikanischen Bürgerrechtlerin Tarana Burke begonnen. Dieses Jahr steht alles im Zeichen der Diversity.

Die Regenbogenflagge über dem Eingang des ICM an der Münchner Messe begrüßt die Besucher der Bits & Pretzels: Das Startupfestival steht heuer unter dem Motto „Diversity“ — Vielfalt.

Um das Thema mit Leben zu füllen verzichten die drei Veranstalter Andreas Bruckschlögl, Bernd Storm und Felix Haas auf ihre übliche Eröffnungsrede und überlassen stattdessen den Damen das Wort: Kuchentratsch-Gründerin Katharina Mayer und ihre Kuchenbäckerin „Oma Anni“ berichten davon, wie Unterschiedlichkeit ihrem Unternehmen zugutekommt. Danach kommt Leila Janah, Gründerin des Sozialunternehmens Samasource, auf die Bühne. Die drei Gastgeber stehen derweil am Bühnenrand.

Leila Janah, Katharina Mayer, Oma Anni, Andreas Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm auf der Bits & Pretzels-Bühne. (v.l., Foto: S. Tischer - Munich Startup)

Leila Janah, Katharina Mayer, Oma Anni, Andreas Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm auf der Bits & Pretzels-Bühne. (v.l., Foto: S. Tischer – Munich Startup)

Nach einem kurzen Grußwort des bayerischen Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer verkündet das Veranstaltertrio gemeinsam mit Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, dass die Messe beim Gründerfestival einsteigen wird und 10 Prozent der Anteile übernimmt. Der Münchner Stadtrat muss dem Deal noch zustimmen. Klaus Dittrich sagt:

„Startups wie Messen stehen für Innovationen. Hier erleben Besucher regelmäßig neue Produkte und Technologien. Wir fördern daher Startups seit jeher durch verschiedene Konzepte auf unseren Veranstaltungen. Die Bits & Pretzels verstärkt unser Engagement und wertet München als Hub für die internationale Gründungsszene auf.“

Me too: Nur zwei Worte?

Als Hauptrednerin am Vormittag folgt dann die Bürgerrechtlerin Tarana Burke. Die New Yorkerin gilt als eine der Begründerinnen und als Stichwortgeberin der Bewegung #metoo. Bereits 2006 nutzte Burke den Ausdruck, um Opfern sexueller Gewalt eine Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken und dadurch das Trauma der erlittenen Gewalt zu überwinden. Ihre Zielgruppe waren afroamerikanische Frauen und Mädchen. Dabei kommunizierte sie bereits über Social Media, mit dem Ziel, möglichst viele Betroffene zu erreichen. Die Plattform hieß damals nur noch nicht Facebook oder Twitter, sondern Myspace. Zehn Jahre später wurde der Hashtag #metoo dann zu einem weltweiten Phänomen. Me too kondensiert Burkes Bürgerrechtsarbeit über mehrere Jahrzehnte:

„Es waren nur zwei Worte, die ausdrückten, was diese Menschen empfanden. Sie fühlten sich dadurch gesehen, gehört und verstanden.“

Tarana Burke (Foto: Andreas Gebert)

Die Verbindung ihrer Person mit dem eher Tech-lastigen Startupfestival stellt Burke selbst her: Als schwarze Frau kann sie das Motto Diversity gleich doppelt erfüllen. Mit ihrer Bürgerrechtsarbeit hat sie außerdem gezeigt, wie eine Idee durch anhaltendes Engagement zu etwas Großem werden kann — ein klassisches Startup-Thema.

Kampf um Munich Startup Award hat begonnen

Einen deutlich offensichtlicheren Startup-Bezug haben viele andere Sessions auf der Bits & Pretzels. Auf insgesamt sieben Bühnen erhalten Gründer grundlegendes Know-how, weiterführendes Wissen und neue Anstöße. Ein Matchmaking-Bereich gibt die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen. In einer eigenen Ausstellungsarea präsentieren sich Startup-Unternehmen.

Einen besonderen Spannungsbogen über die drei Festivaltage bietet die Pitchbühne: Zwei Tage lang treten Startups dort vor einer Jury gegeneinander an. Am Montagabend wird dann in einem großen Finale das Gewinnerteam bestimmt.

Das Highlight aus Münchner Sicht folgt jedoch erst am Dienstag: Das erstplatzierte heimische Team im Pitchwettbewerb erhält auf der Bühne des Schottenhamel-Festzelts vor 5.000 Gästen von Bürgermeister Josef Schmid den mit 5.000 Euro dotierten Munich Startup Award.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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