Veronika Riederle (3. v. l.) mit ihrem Team bei Demodesk.
© Demodesk

Demodesk-Gründerin Veronika Riederle im Interview

Erst Ende Oktober konnte Demodesk eine erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde über 2,3 Millionen US-Dollar verkünden. Das Münchner Startup, das eine Screen-Sharing-Plattform für virtuelle Kundeninteraktion entwickelt hat, wurde 2017 von Veronika Riederle und Alex Popp gegründet. Von ersterer wollten wir wissen, wie sie zum Gründen gekommen ist, ob sie Vorbilder hat und ob sie der Meinung ist, dass mehr Frauen in Deutschland gründen sollten.

Munich Startup: Was hat Dich zur Gründung motiviert?

Veronika-Riederle
Unsere Interviewpartnerin Veronika Riederle.

Veronika Riederle: Schon seit ich denken kann, liebe ich es Dinge zu bauen und Probleme zu lösen. Vor Demodesk habe ich schon an einigen anderen Startup-Ideen gearbeitet. Dann kam mein Mitgründer Alex vorbei und ich habe sofort gemerkt, dass das ein super Fit ist mit uns.

Munich Startup: Hattest Du Vorbilder beim Gründen?

Veronika Riederle: Definitiv Elon Musk, er ist ein absoluter Visionär.

Munich Startup: Wann und wo bekommst Du die besten Ideen?

Veronika Riederle: Im Gespräch mit meinem Team. Durch Diskussion und Gegenüberstellung von Argumenten komme ich meistens zu Ideen und Schlussfolgerungen, auf die ich alleine die gekommen wäre. Je diverser das Team und unterschiedlicher die Perspektiven desto besser.

Munich Startup: Dein größtes Talent?

Veronika Riederle: Kommt drauf an in welchem Kontext. Beruflich gesehen würde ich sagen, dass ich mich sehr gut an Situationen anpassen kann und mit jedem Typ Mensch sehr gut klar komme.

Gute Zeit zum Gründen

Munich Startup: Der größte Irrtum, dem Du je unterlegen bist?

Veronika Riederle: Puh, da gibt es viele. Wahrscheinlich, dass man nicht alles steuern kann, sondern manchmal eben schon auch Glück dazu gehört.

Munich Startup: Deine Geheimwaffe beim Networking?

Veronika Riederle: Authentisch, offen und unvoreingenommen auf andere Menschen zugehen.

Munich Startup: Erscheint es Dir gerade als eine gute Zeit, um zu gründen?

Veronika Riederle: Definitiv! Die meisten leben hier in Deutschland ja in einem goldenen Käfig, wenn man es mit manchen anderen Teilen der Welt vergleicht. Wir haben hier so viele Möglichkeiten.

Gründen ist easy — NOT!

Munich Startup: Die drei Vorurteile, die Dir im Gründeralltag begegnet sind?

Veronika Riederle: 1. Gründen ist easy 2. Der Erfolg der Firma hängt davon ab, wie gut man selbst ist 3. Die Idee ist der entscheidende Faktor für den Erfolg.

Munich Startup: Was liegt auf Deinem Schreibtisch gerade ganz oben?

Veronika Riederle: Einen Produktmanager einstellen!

Munich Startup: Findest Du es wichtig, dass in Deutschland mehr Frauen gründen?

Veronika Riederle: Ich denke, dass generell mehr Menschen in Deutschland den Mut zu Unternehmensgründung haben sollten — egal ob Frau oder Mann. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern auf der Welt profitieren wir hier durch die soziale Marktwirtschaft von einer Grundsicherheit und einem sozialen Netz, das einen auch beim „Scheitern“ auffängt.

Munich Startup: War es für Dich von Vorteil oder von Nachteil, eine GründerIN zu sein?

Veronika Riederle: Ehrlicherweise denke ich wenig darüber nach, ob ich eine Frau oder ein Mann bin. In bestimmten Situationen, vor allem in B2B-Tech-Umfeld, ist es allerdings sicherlich von Vorteil, wenn man nicht ganz dem Stereotyp entspricht.

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