Julep-Geschäftsführer Steffen Hopf
Foto: Julep Media

Julep: Werbeplattform für Podcasts

Aus Sicht von Werbern sind Podcasts ein unübersichtliches Feld. Gleichzeitig tun sich viele Podcaster schwer damit, Geld zu verdienen. Julep möchte das ändern und bringt Podcaster mit Werbekunden zusammen. Steffen Hopf, Geschäftsführer von Julep Media, erklärt, was sein Unternehmen außerdem noch bietet.

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

Steffen Hopf: Julep ist ein Marktplatz, der Podcaster und Werbetreibende zusammenbringt. Das Besondere: Wir bieten Podcastern neben der Monetarisierung auch Produktion und Hosting — alles aus einer Hand. Auch Werbetreibende profitieren: Sie haben die Möglichkeit, ihre Botschaften in Podcasts einfach, digital und transparent zu buchen.

Hinter Julep steht ein erfahrenes Gründerteam, in dem bereits mehrere Firmen erfolgreich aufgebaut wurden. Viele kennen sich aus früherer Zusammenarbeit, etwa bei Prosiebensat.1. Hier alle Gründer zu nennen, würde den Rahmen wohl etwas sprengen.

Um zumindest mal zwei zu nennen: Marcus Englert (54), ehemaliger Digital-Vorstand von Prosiebensat.1, heute als Investor, Serial Entrepreneur und Honorarprofessor an der Macromedia Hochschule aktiv. Sowie Sebastian Weil (41) ebenfalls Investor und Serial Entrepreneur, der zuvor Studio71, das Multichannel-Network des TV-Konzerns, gegründet hat. Wer sich fürs komplette Team interessiert: Schaut gern mal auf www.julep.de rein.

Munich Startup: Welches Problem löst Euer Startup?

Steffen Hopf: Es gibt eine Vielzahl an Podcasts und täglich kommen neue dazu. Aber viele Podcaster können ihre Arbeit nicht angemessen kapitalisieren. Unser Ziel ist die Demokratisierung des Podcast-Marktes. Wir möchten jedem Podcaster die Möglichkeit geben, mit seinen Inhalten Geld zu verdienen.

Zugleich lösen wir auch ein Problem für werbetreibende Unternehmen, denn sie hatten bislang keine Möglichkeit, Werbung skalierbar und simpel über mehrere Podcasts zu buchen.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Steffen Hopf: Ja, in den USA und UK, aber in dieser Form bislang nicht im deutschsprachigen Raum. Unser USP ist, dass wir als einziger Marktplatz in Deutschland sowohl Zugang zum hiesigen Werbemarkt und den hiesigen Podcastern haben und zugleich über lokale Marktkenntnisse verfügen.

Nicht zu vergessen: Wir betreiben auch ein eigenes Studio und unterstützen Podcaster bei sämtlichen Service-Themen: Von der Produktion und Technik über die Distribution bis hin zur Reichweitensteigerung. In Summe ist das hierzulande einzigartig.

Julep: „Die Menschen hören gerade mehr Podcasts denn je“

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

Steffen Hopf: Die Programmierung und der Aufbau der Plattform in Rekordgeschwindigkeit — wir reden hier von wenigen Monaten von der Idee bis zum Launch. Das hätte so nicht geklappt, wenn wir uns größtenteils nicht schon so lange kennen würden. Wir sind ein eingespieltes Team.

Und die zweite Herausforderung — wen wundert es — ist natürlich Corona. Auch wir sehen die Auswirkungen auf die Werbewirtschaft. Mit gezielten Angeboten, etwa für die Bereiche E-Commerce oder Home Entertainment, unterstützen wir unsere Kunden in dieser schwierigen Zeit.

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Steffen Hopf: Für die gerade genannten Services beispielsweise ist Werbung in Podcasts prädestiniert. Die Menschen hören gerade mehr Podcasts denn je. Das Smartphone ist in Griffweite, der Mobile-Shop oft nur einen Tastendruck entfernt. Man muss es nur kreativ angehen.

In den drei Monaten nach unserem Start konnten wir bereits 95 Podcaster und mehr als 20 Werbetreibende für unser Angebot begeistern, beispielsweise Deezer oder Sonos.

Munich Startup: Wie schätzt Ihr den Startup-Standort München ein?

Steffen Hopf: München ist für Startups ein idealer Standort. Die Szene ist sehr aktiv. Es gibt zudem große Medien-Häuser, die allesamt potenzielle Partner für uns sind. Mit Sport1 haben wir bereits eine Vermarktungspartnerschaft geschlossen. Weitere werden folgen.

Munich Startup: In welchen Situationen hört Ihr selbst am liebsten Podcasts?

Steffen Hopf: Wir lieben Podcasts — weil man sie überall hören kann: bei der Hausarbeit, auf dem Weg ins Büro, beim Joggen oder abends auf dem Sofa. Und in all diesen Situationen hören wir sie auch.

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