Munich Startup
Loremo: Mit drei Klicks zum individuellen Kunstwerk

Loremo: Mit drei Klicks zum individuellen Kunstwerk

Loremo-Gründerin Franziska Scheuerle

Loremo-Gründerin Franziska Scheuerle

Helen Duran

Helen Duran

Das Münchner Startup Loremo ist eine digitale Plattform, über die B2B- und B2C-Kunden individuelle Kunstwerke bestellen können. Loremo will mit seiner Kunstwerke-Plattform nicht nur Farbe in Büro und Heim bringen, sondern auch Menschen glücklich machen. Der Name setzt sich dabei zusammen aus Farbe und Emotionen, auf Englisch CoLOREMOtions. Wir haben die Gründerin Franziska Scheuerle interviewt.

17. August 2020

5 Min. Lesezeit

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Loremo? Stellt Euch bitte kurz vor!

Franziska Scheuerle, Gründerin von Loremo: Wir sind ein Statement-Kunstlabel, das Ende 2019 gegründet wurde. Loremo verkörpert nicht nur eine persönliche Leidenschaft für abstrakte Kunst sowie ausdrucksstarke, expressive Farbkombinationen, sondern hat das Ziel, autodidaktischen Künstlern eine Plattform für mehr Sichtbarkeit zu bieten – entgegen dem klassischen traditionellen Kunstbusiness. Schließlich war auch Pablo Picasso einst ein Autodidakt. In der traditionellen Kunstszene finden autodidaktische Künstler heutzutage jedoch nur schwer Sichtbarkeit, da der klassische Kunstmarkt geprägt ist durch ein System an exorbitant teuren Kunsthochschulen, die wiederum eng mit Galeristen, Auktionshäusern sowie Museen zusammenarbeiten.

Unser Konzept ist am Puls des digitalen Zeitalters angelehnt und verkörpert eine moderne, frische Note. Für mich persönlich ist Kunst pure Lebensfreude. Einrichtungsgegenstände und Kunstwerke vermitteln ein bestimmtes Image sowie einen exklusiven Lifestyle. Mein Anspruch ist es, diese Exklusivität sowie Expressivität in meinen individuellen Farbkombinationen auszudrücken, um dem jeweiligen Interiordesign unserer Kunden mit passgenauen Statement-Kunstwerken einen unverkennbaren ästhetischen Feinschliff zu verleihen.

Mit drei Klicks zum passgenauen individuellen Kunstwerk

Munich Startup: Welches Problem löst Euer Startup?

Franziska Scheuerle, Loremo: Viele Menschen stoßen immer wieder auf dasselbe Problem. Sie ziehen um in eine neue Wohnung oder bauen gerade ein Haus. Die ersten Möbel werden geliefert, aufgebaut, die Wohnung ist so gut wie fertig eingerichtet, doch da fehlt dann doch noch etwas. „Schatz, ich glaube wir brauchen noch Bilder“, stellen darauf knapp 95% der Menschen fest. Dann hat man genau zwei Möglichkeiten: Kunstdrucke, bei denen weder Wertigkeit noch Farben passen. Oder teure Investitionskunst von renommierten Künstlern. Aber das muss man sich leisten können.

Die Künstler bei Loremo arbeiten mit expressiven Farben mit einer extrem hohen Leuchtkraft, die sie im modernen abstrakten Stil mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail auf Leinwand bringen. Denn Farben können unsere Wahrnehmung verbessern, Stimmungen heben und unser Wohlbefinden steigern. Unsere digitale Plattform will die Kraft von expressiven Farben in unser Leben integrieren sowie gleichzeitig Statement-Kunstwerke erschaffen, die zum Charakter und der Persönlichkeit unserer Kunden passen. Wir haben ein einfaches Konzept entwickelt, mit dem unsere B2C- und B2B-Kunden unter den Rubriken ‚Colorupyourroom‘ oder ‚Colorupyourstore‘ mit ein paar Klicks Größe, Farben und Stil auswählen.

Für all diejenigen, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob ihre Farben zu Ihrem Mobiliar passen, helfen unsere Farbexperten mit einer individuellen Farb- und Stilberatung um das „Perfekte Match“ zu finden.

Loremo will ein neues Lebensgefühl vermitteln

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Franziska Scheuerle, Loremo: Es gibt zwar bereits das Gewerbe „Auftragskunst“ von Einzelkünstlern. Was es jedoch noch nicht gibt ist dieses Konzept als Plattformgedanke für autodidaktische Künstler mit einer starken modernen Marke am Puls des digitalen Zeitalters. Wir wollen ein neues Lebensgefühl voller Ausdrucksstärke vermitteln. Wir wollen passgenaue, ästhetische Designs in Wohnungen und Büros bringen. Und wir wollen den traditionellen Kunstmarkt durchbrechen, und all denjenigen Künstlern eine Plattform bieten, die nie in den Genuss einer teuren Kunsthochschule gekommen sind und sich damit nicht auf dem Radar von Galeristen, Auktionshäusern und Kuratoren befinden.

Munich Startup: Was waren bisher Eure drei größten Herausforderungen?

Franziska Scheuerle, Loremo: Die größte Herausforderung ist Ausdauer. Es wird immer Tage geben, an denen man sich denkt: „Schaffen wir das alles?“ Viele unterschätzen beim Gründen, dass man zunächst ein 1-2-Mann-Unternehmen ist, das demnach alle Kompetenzen eines gewöhnlichen Unternehmens abzudecken hat. Kompetenzen kann man outsourcen und sich einkaufen, doch jeder Gründer beginnt zunächst die Dinge aus eigener Kraft aufzubauen. Das raubt zum Teil Nächte an Schlaf, gerade wenn man wie ich noch nebenher in Vollzeit studiert.

Mir haben dabei sehr die Erfahrungswerte meiner vorherigen 9-jährigen Berufserfahrung geholfen. Doch Lieferantengespräche habe auch ich zum Beispiel nie vorab geführt. Das Motto ist daher „Just do it“ – ich glaube ich habe noch nie so viel in so kurzer Zeit gelernt. Das ist challenging, aber genau das macht es auch so interessant und abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere.

Die Frage „Warum mache ich das?“ habe ich mir allerdings nie gestellt. Denn mein Motto lautet ganz klar „Do what you love“. Und Loremo ist alles was ich je wollte: Pure Leidenschaft für Ästhetik, Design und Kunst.

„In fünf Jahren möchten wir: Viele glückliche Kunden.“

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Franziska Scheuerle, Loremo: Wir arbeiten gerade an diversen Projekten. Unter anderem drehen wir im August unseren ersten Imagefilm, der Ende des Jahres über unsere Social Media-Kanäle und die Website ausgespielt wird. Unser Markenbuch wurde vor kurzem gedruckt und unsere Firmenwebsite gelauncht. Im September möchten wir uns für den ISM-Gründerpreis bewerben und Ende des Jahres startet unsere erste Crowdfundingkampagne, auf die wir uns sehr freuen.

Die Zahlen und Fakten stehen im Business Plan. Doch um es kurz zu machen – in fünf Jahren möchten wir vor allem eins: Viele glückliche Kunden.

Munich Startup: Wie schätzt Ihr den Startup-Standort München ein?

Franziska Scheuerle, Loremo: Ich habe bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. München bietet eine tolle Möglichkeit mit vielen Coworking-Spaces und Startup-Förderprogrammen. Es wird viel geboten und man hat jederzeit die Möglichkeit an interessanten Coachings, Pitches, Vorträgen oder Networking-Veranstaltungen teilzunehmen. Zudem eignet sich das Kundenklientel perfekt für eine Statement-Kunstmarke wie Loremo.

Munich Startup: Selbst kochen oder liefern lassen?

Franziska Scheuerle, Loremo: Selbst kochen. Allerdings koche ich lieber mit Freunden als alleine. Kochen ist für mich Entspannung nach einem harten Arbeitstag. Und ein guter Wein mit Freunden oder ein kühles Bier an der Isar sind die Momente, auf die es ankommt.

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