Trotz der Herausforderungen der Corona-Krise konnten Thomas Sinn (vorne rechts) und das Dcubed-Team eine erfolgreiche Finanzierung abschließen.
© Dcubed

Dcubed erhält Seedfinanzierung

Das Münchner 'New Space'-Startup Dcubed hat mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Interlink Ventures (ILV) zwei Investoren von sich überzeugt. Die Höhe der investierten Summe wurde nicht genannt.

Dcubed (eingetragen als Deployables Cubed GmbH) entwickelt und verkauft Aktuatoren und entfaltbare Strukturen für den rasant wachsenden Raumfahrtmarkt. Im ‚New Space‘ erschließen zunehmend junge Unternehmen neue Technologien und Geschäftsmodelle. Schon heute werden fast täglich Kleinstsatelliten, so genannte Small-Sats und Cube-Sats ins All gestartet. Allein Elon Musks‘ Spacex startet pro Monat 60 bis 120 Satelliten.

Hohe Nachfrage

Aufgrund dieser Entwicklungen besteht hohe Nachfrage nach Satellitenkomponenten, die große Teile wie Solarpaneele und Antennen beim Raketenstart platzsparend verstauen können. Im Weltraum lassen sie sich dann zuverlässig entfalten. Dcubed will genau das mit seinen Aktuatoren und entfaltbaren Strukturen kostengünstig und flexibel auch für kleine Satelliten leisten. Dazu nutzen die Münchner neue Fertigungsmethoden wie 3D-Druck. So kann das Startup innovative Produkte entwickeln, die den Bedürfnissen von New-Space-Kunden Rechnung tragen und klein, benutzerfreundlich, schnell lieferbar und kostengünstig sind. Und so können dann im All auf Knopfdruck große Strukturen wie Solarpaneele oder Antennen entfaltet werden.

Dcubed überzeugt bereits viele internationale Kunden

Das Münchner Spacetech-Unternehmen hat bereits zahlreiche internationale Kunden für Anwendungen im erdnahen Orbit, aber auch für Missionen zum Mond gewonnen. Unter anderem ist das US-amerikanische Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh (USA) ein Kunde, die verschiedene Mond-Missionen für 2021 bzw. 2023 planen.

Thomas Sinn, Mitgründer und CEO von Dcubed, sagt:

„Wir freuen uns sehr, mit dem HTGF und ILV wichtige Partner gefunden zu haben, die das Potenzial ‚New Space made in Germany‘ erkannt haben und mit uns Serienprodukte auch in der Raumfahrt etablieren und so die Entwicklung der kommerziellen Raumfahrt vorantreiben.“

Raumfahrt-Missionen beschleunigen

Christian Ziach, Investment Manager beim HTGF und selbst Raumfahrtingenieur, schätzt die Entwicklungsmöglichkeiten des Startups so ein:

„Thomas Sinn und sein Team haben ein exzellentes Kunden- und Marktverständnis und verstehen es hervorragend, die sich ihnen bietenden Chancen zu adressieren.“

Guido Grotz, CEO von ILV, ergänzt:

„Überzeugt haben uns Kompetenz und Denkweise des Dcubed-Teams. Mit standardisierten Komponenten beschleunigen sie weltweit Raumfahrt-Missionen. Dabei achtet das Team darauf, dass der Orbit frei von Müll bleibt.“

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

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