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4.screen schließt erste Finanzierungsrunde ab

Das Münchner Automotive-Startup 4.screen konnte in seiner ersten Finanzierungsrunde eine siebenstellige Summe einsammeln. Dabei gelang es dem Jungunternehmen auch, den Ex-Vorstandsvorsitzenden des VW Konzerns Matthias Müller zu überzeugen.

Das Anfang 2020 gegründet Startup 4.screen entwickelt eine skalierbare Plattform, die digitale Fahrzeuge in Echtzeit mit den Geschäften entlang ihrer Route vernetzt. Durch die interaktive Einbindung werde das Navigations- und Fahrerlebnis vervollständigt und dadurch erheblich verbessert, so das Startup. Auf diese Weise sollen die Fahrer bei ihrer Entscheidung, wo und wann sie während der Fahrt anhalten, unterstützt werden.

Hierfür erhalten die Fahrer Empfehlungen, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. Das von Suchmaschinen, Onlineshops und aus sozialen Medien bekannte Konzept wird so direkt ins Auto übertragen. Der Autohersteller steigert mit relevanten Vorschlägen den Kundenwert und kann über 4.screen Zusatzeinnahmen generieren. Lokalen Geschäften bietet die Lösung die Möglichkeit, zielgerichtet Fahrer anzusprechen und diese zu digital adressierbaren Kunden zu machen.

„Der entscheidende Baustein zur Digitalisierung der Automobilindustrie“

„Solche Plattformansätze sind die notwendigen Bausteine, um die Digitalisierung des Automobils skalierbar zu gestalten. 4.screen bietet mit seiner innovativen B2B-Plattform den Automobilherstellern die Chance digitale Geschäftsmodelle aufzubauen, ohne die Kundenschnittstelle an Google & Co zu verlieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Ansatz der entscheidende Baustein zur Digitalisierung der Automobilindustrie ist“,

erklärt Matthias Müller, der selbst in 4.screen investiert hat. Der Automobilmanager war von September 2015 bis April 2018 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Vorstandsmitglied der Porsche-Holding sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei Audi. Seit 2020 ist er Aufsichtsratsvorsitzender von Piëch Automotive, einem Schweizer Automobilunternehmen, das elektrisch betriebene Sportwagen entwickelt.

Laut eigenen Angaben arbeitet 4.screen bereits mit zahlreichen Automobilherstellern und Mobilitätsdienstleistern zusammen. Im Fokus stehe dabei derzeit die Integration der Plattform. Zudem konnte das Startup erste Pilotkunden gewinnen. Ziel ist es, die Plattform mit einem einzigen Integrationsschritt direkt in die gesamten Flotte, also in Millionen von Fahrzeugen eines Automobilherstellers, auszurollen. Der Start der Plattform ist für Mitte 2021 geplant. Die genaue Höhe der nun bekanntgegebenen siebenstelligen Finanzierungsrunde ist nicht bekannt.

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2013 über das Digital Business. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers sind die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Nun freut er sich auf die Münchner Startup-Szene mit ihren kreativen Köpfen.

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