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Die Noah-Konferenz – ein Beinahe-Präsident und viele Female Founders

Die Noah-Konferenz – ein Beinahe-Präsident und viele Female Founders

Credit: © Munich Startup

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Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin war Helen Duran bis 2026 in der Münchner Startup-Szene für Munich Startup unterwegs.

7. Juni 2018

4 Min. Lesezeit

Die Noah-Konferenz 2018 in Berlin wartete mit einem besonderen Highlight auf — daher beginnen wir den heutigen Bericht mit Impressionen von Tag 1. Nicht, weil die Party bis spät in die Nacht ging. Sondern weil als krönender Abschluss Al Gore die Bühne betrat.

Al Gore

Al Gore fühlt sich sichtbar wohl auf der Bühne © Noah / Carolin Weinkopf

Wie Marco Rodzynek, Gründer der Noah, Al Gore zum Berlin-Besuch überreden konnte, verriet er leider nicht. Er hatte auch gar keine Zeit dafür, denn der Ex-Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Beinahe-Präsident und liebevoll als Mr. Klimaschutz bezeichnete Al Gore legte sofort überzeugend los: Zahlen, Fakten und Beispiele für den Klimawandel, Hinweise auf Starkregen und Gewitter in Deutschland, Überschwemmungen, Hurrikane, … Um dann die Aufzählungen der durch Klimawandel verursachten Katastrophen so abzuschließen:

„There is a lot of good news. […] And you are a part of the solution.“

Neue Technologien, Gründergeist, Dingen einen realen Wert zu geben, auch wenn kein Preisschild dranhinge — all das könne einen großen Unterschied machen und die Welt zu einem besseren Ort werden lassen, so Al Gore. Viele Buzzwords, sehr amerikanisch, aber gleichzeitig ein mitreißender Vortrag. Am Ende nahm sich der 70-Jährige noch viel Zeit für Fragen aus dem Publikum und erklärte, wie er es schafft, die Hoffnung nicht zu verlieren.

https://twitter.com/munich_startup/status/1004392353921200133

Wie ein Startup von der Noah profitieren kann

Aber zurück zu den Startups und der Noah-Konferenz. Was macht die Noah-Konferenz für sie aus? Und was nehmen sie aus Berlin mit? Wir haben mit Markus Feigelbinder, CEO des Traveltech-Startups Fineway, gesprochen:

Was macht die Noah für Dich so vielversprechend?

Erstens mal pitchen wir. So können wir uns inhaltlich präsentieren. Zweitens, und das ist das wichtigste für uns, können wir uns auf der Noah — industrieübergreifend — mit anderen Technologieunternehmen kurzschließen.

Markus Feigelbinder von Fineway

Markus Feigelbinder von Fineway. © Munich Startup

Was willst Du konkret mitnehmen?

Kontakte und Austausch. Weil viele andere Industrien schon weiter als die Travelindustry sind, Technologien für echten Kundennutzen zu entwickeln.

Was hebt die Noah von anderen Konferenzen ab?

Die Dichte an CEOs und Unternehmensgründern in Kombi mit etablierten Unternehmen und VCs. Und das gute Wetter.

Fineway hatte Ende letzten Jahres eine große Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Kontakte zu den in der Series A investierten VCs hatten sich auf der Noah17 nicht erst angebahnt, aber doch verfestigt, verriet der Gründer.

Internationale Crossindustry-Inspiration

Gerade die Vielfalt an Technologien über alle Branchen hinweg macht den Reiz der Noah aus. Denn auch wenn man die Namen derer, die auf der Stage stehen, kennt und weiß, was die Startups oder Corporates tun — ein aktueller Einblick zu den Themen, die die anderen, vorwiegend europäischen Unternehmen gerade umtreiben, ist spannend und bietet einen guten Aufhänger fürs anschließende Gespräch auf der Terrasse. Es geht dabei nicht nur um konkrete Geschäftsanbahnung, sondern für viele Teilnehmer um Kontaktpflege.

Female Founders on Stage

Noah Konferenz Podium

© Noah / Dan Taylor

Überraschend ist die hohe Anzahl von Frauen auf der Konferenz. Natürlich ist immer noch Luft nach oben, aber immerhin waren in der Pitching Area 35% der Startups von Female Founders. Und auf der Main Stage konnte die Noah-Konferenz immerhin 10% der Vorträge durch Frauen besetzen. So wurde beispielsweise eine Panel-Diskussion um die Digitalisierung der Gesundheitsbranche durch drei weibliche Experten bestritten. Wieso wir das thematisieren? Weil es wichtig ist, auch weibliche Vorbilder mehr ins Rampenlicht zu stellen. Neben diesem Ansatz gab es außerdem einen Female Founders Lunch auf der Noah, um das Netzwerken zu forcieren und auch hier Crossindustry und international die Zusammenarbeit zu stärken.

Sonnenbrille nicht vergessen

Und wer jetzt Lust bekommen hat, nächstes Jahr auf der Noah dabei zu sein: Allzu viel Planung braucht es nicht vorab, wobei es als Startup sicher sinnvoll ist, mit dem ein oder anderen VC vorab einen Termin auszumachen. Ansonsten begegnet man sich sowieso auf dem überschaubaren Konferenz-Gelände. Alle Teilnehmer sind außerdem sehr aufgeschlossen, man kommt unkompliziert bei Currywurst, Eis oder einem kühlen Bier ins Gespräch. Am wichtigsten ist insbesondere eine Sache: Die Sonnenbrille nicht vergessen!

Wer wissen will, wieso die Noah-Konferenz ein Klassentreffen ist und was an Tag 1 auf der Noah18 geschah, liest hier.

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