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Zwei von drei Banken arbeiten mit Fintech-Startups zusammen

Zwei von drei Banken arbeiten mit Fintech-Startups zusammen

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

13. September 2018

2 Min. Lesezeit

Die Finanzbranche ist im Umbruch: Zwei Drittel der deutschen Banken arbeiten bereits mit Fintech-Startups zusammen. Und auch im eigenen Haus sehen Bankmanager erheblichen Anpassungsbedarf.

Die alteingesessenen Player sehen sich von einer ganzen Reihe neuer Konkurrenten unter Druck gesetzt, so eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut: 46 Prozent fürchten Onlinezahlungsdienstleister wie Paypal oder Google Pay. 44 Prozent sehen Neobanken, also Fintechs wie Wirecard oder N26 als Herausforderung. 39 Prozent erwarten Angriffe durch globale Technologiekonzerne und 38 Prozent nehmen Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox als Konkurrenz wahr. Drei von vier Bankmanagern sehen für die kommenden drei Jahre einen erheblichen Korrekturbedarf am eigenen Geschäftsmodell.

Banken suchen Zusammenarbeit mit Startups

Auf die aktuellen Herausforderungen reagieren die Banken vielfältig. Jeweils rund neun von zehn Befragten wollen das eigene Online-Angebot auf der Website und in Multi-Banking-Apps stärken sowie eigene Kundenplattformen ausbauen. Die Banken setzen dabei auch verstärkt auf die Zusammenarbeit mit neuen Akteuren. Volle zwei Drittel arbeiten bereits mit Fintech-Startups zusammen.  Fast jeder zweite befragte Bankentscheider (47 Prozent) sieht in der Zusammenarbeit mit Fintechs vor allem eine Möglichkeit zur Effizienzsteigerung im Backoffice. Ähnlich viele Banken suchen Partner, die ihnen Zugang zu neuen Kunden verschaffen.

„Es braucht eine unternehmensübergreifende Strategie“

Offenbar fehlt vielen Banken noch immer ein digitales Gesamtkonzept. Nur 39 Prozent der befragten Bankmanager berichten von bereichsübergreifender Zusammenarbeit oder einer gemeinsamen Erarbeitung von Prozessen bei der Digitalisierung. Nur 22 Prozent der Banken binden zudem alle ihre Mitarbeiter in den Digitalisierungsprozess ein und schulen sie auch entsprechend.

„Banken benötigen neue Kombinationen aus Produkten und Dienstleistungen. Technologien und Daten werden die Treiber für die neuen Geschäftsmodelle sein. Dafür braucht es eine unternehmensübergreifende Strategie und Mitarbeiter, die sie mit Leben füllen und weiterentwickeln“,

sagt Stefan Lamprecht von Sopra Steria Consulting.

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