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Proxima Fusion holt 15 Millionen Euro

Proxima Fusion holt 15 Millionen Euro

Ein Modell des Proxima Fusion Stellarators

Credit: Foto: Proxima Fusion

Ein Modell des Proxima Fusion Stellarators – Credit: Foto: Proxima Fusion

Saskia Doll

Saskia Doll

Proxima Fusion erweitert seine Series-A-Finanzierungsrunde um 15 Millionen Euro. Damit steigt die Gesamtfinanzierung auf 200 Millionen Euro. Neue Investoren aus Italien und der EU stärken die Ambition, Fusionskraftwerke in Europa zu realisieren.

16. September 2025

2 Min. Lesezeit

Das Münchner Startup Proxima Fusion sichert sich weitere 15 Millionen Euro. Damit wächst die gesamte Finanzierung des Unternehmens auf 200 Millionen Euro (230 Millionen US-Dollar). Die frischen Mittel stammen unter anderem vom italienischen Staatsfonds CDP Venture Capital und dem Europäischen Innovationsrat (EIC). Auch der Brevan Howard Macro Venture Fund beteiligte sich.

Die Investition Italiens über CDP unterstreicht die Bedeutung von Fusionsenergie für Europas Energiesouveränität. CDP investierte über seine Fonds „Large Ventures“ sowie „Corporate Partners I Energy Tech“. Letzterer unterstützt gezielt Unternehmen, die Technologien für die Energiewende entwickeln.

„Das Deeptech-Ökosystem Europas spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung zukünftiger Energielösungen. Fusionsenergie kann technologische Unabhängigkeit fördern, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Wachstum einer CO₂-neutralen Wirtschaft beschleunigen. Wir sind überzeugt, dass Proxima liefern und die globale Energielandschaft verändern wird“,

sagt Alessandro Scortecci, Chief Investment Officer – Direct Investments bei CDP.

Vom Kapital zur Hardware

Proxima Fusion setzt die Mittel unmittelbar in industrielle Umsetzung um. Nur drei Monate nach Abschluss der Series A ist das Team bereits um 20 Prozent auf 100 Mitarbeitende gewachsen. Mit dem Kapital sichert das Unternehmen die langfristige Versorgung mit Hochtemperatur-Supraleiterband, startet die Fertigung erster nicht-planarer HTS-Magnete und baut eine eigene Kabelproduktion auf. Zudem entstehen Prototypen von Vakuumgefäß-Segmenten, die Design, Fertigung und Montageprozesse für Stellaratoren demonstrieren sollen.

CEO Francesco Sciortino beschreibt die Mission:

„Proxima vereint öffentliche und private Partner und entwickelt sich zu einem wahrhaft europäischen Unternehmen – mit Expertise, Talenten und Kapital aus ganz Europa. Gemeinsam können wir das Versprechen kommerzieller Fusionsenergie einlösen. Unsere Wurzeln liegen in Deutschland, basierend auf dem bahnbrechenden Stellarator-Experiment Wendelstein 7-X am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Dieses Erbe verbinden wir mit einem paneuropäischen Team und Investorenkreis, um Europa an die Spitze des globalen Fusionsrennens zu bringen.“

Proxima Fusion wurde 2023 aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ausgegliedert, um die erste Generation von Fusionskraftwerken mit QI-HTS-Stellaratoren zu bauen. Das Ziel: Die Fertigstellung des Stellarator Model Coil bis 2027 und der Bau des Demonstrations-Stellarators „Alpha“, der erstmals Nettoenergiegewinn liefern soll.

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