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Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds

Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds

Saskia Doll

Saskia Doll

10. Juli 2026

2 Min. Lesezeit

Das Münchner Deeptech Quantum Diamonds kann sich über die stolze Summe von 91 Millionen Euro freuen. Die Finanzierung setzt sich aus einer Series-A-Runde über 15 Millionen Euro sowie einer bereits bewilligten Förderung in Höhe von 76 Millionen Euro im Rahmen des European Chips Act zusammen.

Die Eigenkapitalrunde führt World Fund an. Außerdem beteiligen sich Bayern Kapital, IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures sowie mehrere Angel-InvestorInnen. Die 76 Millionen Euro Förderung stellen nach Angaben des Unternehmens das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Freistaat Bayern bereit.

Quantum Diamonds entwickelt Präzisionsmesstechnik für die Halbleiterindustrie. Das 2022 als Spin-off der Technischen Universität München (TUM) gegründete Unternehmen kombiniert Quantensensorik mit synthetischen Diamanten, um Fehler in komplexen 3D-Chip-Architekturen zerstörungsfrei und mit hoher Präzision sichtbar zu machen. Nach eigenen Angaben arbeitet Quantum Diamonds bereits mit neun der zehn weltweit führenden Chip-Hersteller zusammen.

Produktion und Team wachsen weiter

Mit dem Kapital will Quantum Diamonds seine Technologie weiter skalieren und das Ingenieurteam innerhalb der kommenden zwölf Monate mehr als verdoppeln. Außerdem plant das Unternehmen, noch 2026 den ersten Abschnitt eines neuen Produktionsstandorts in München in Betrieb zu nehmen. Die Fabrik entsteht mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 152 Millionen Euro.

CEO und Mitgründer Kevin Berghoff sagt:

„Diese Finanzierung ist ein wichtiger Schritt, um Quantensensorik in Chip-Fabriken weltweit zu etablieren. Das Feedback der führenden Chip-Hersteller spricht für sich: Sie sehen in der Technologie von Quantum Diamonds eine Effizienzsteigerung, die mit aktueller Technik nicht erreichbar wäre. Mit bereits laufenden Projekten in den USA und Taiwan und dem Hochfahren der Serienproduktion in München nimmt Europa nicht nur an der nächsten Phase des Chip-Zeitalters teil, sondern gestaltet diese maßgeblich mit.“

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital, meint:

„Der Bedarf an hochkomplexen Chips, die entsprechend der Nachfrage in großer Stückzahl und mit größtmöglicher Effizienz hergestellt werden, steigt mit der zunehmenden Marktdurchdringung von KI-Anwendungen in Zukunft weiter an. Quantum Diamonds bringt Quantensensorik in einen aussichtsreichen Wachstumsmarkt und löst dort zentrale Herausforderungen im Qualitätsmanagement. Das Gründerteam ist fachkompetent, schon jetzt bestens in der Branche vernetzt und mit einem starken Investorenkonsortium ausgestattet. Diese Kombination macht Quantum Diamonds für uns zu einem technologisch und kommerziell vielversprechendem Investment.“

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