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Startup-Gründungen: Bayern überholt Berlin

Startup-Gründungen: Bayern überholt Berlin

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

12. August 2020

2 Min. Lesezeit

Mit insgesamt 593 Neugründungen entstanden im vergangenen Quartal deutschlandweit 11 junge innovative Unternehmen mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon wurden 129 im Freistaat gegründet, 82 von ihnen haben ihren Sitz in München – in Berlin waren es mit 124 Gründungen nur ein paar weniger. Damit hat Bayern Berlin in diesem Ranking zum ersten Mal überholt. Auf dem dritten Platz steht Nordrhein-Westfalen mit 103 neuen Startups.

Wie auch schon im letzten Jahr ging die Zahl der Startup-Gründungen von April bis Juni um 16 Prozent zurück. Dieser Trend, so Statista, lasse sich jedoch nicht zweifelsfrei auf die Corona-Krise zurückführen, da im Vorjahreszeitraum ein ähnlicher Rückgang zu beobachten war. Dies bestätigt auch eine Analyse der Daten aus dem Data & Insights-Dashboard von Munich Startup: So entsprechen die gesamten VC-Investitionen im zweiten Quartal 2020 dem Niveau der jeweiligen Vorjahresquartale. Dabei lagen sowohl große Investitionen im zweistelligen Millionenbereich ebenso wie die Zahl der Runden über 2 Millionen Euro und die Gesamtzahl der VC-Runden alle über dem Vorjahresquartal.

Frauen bei Gründungen weiter unterrepräsentiert

Insgesamt wurden im zweiten Quartal 2020 mit 105 Unternehmen die meisten neuen Startups in der Software-Branche gegründet (2019: 101 Startups). Auf Platz zwei folgen Medizin mit 71 neuen Jungunternehmen (2019: 69) und E-Commerce mit 60 Neugründungen (2019: 39). Den größten Zuwachs erlebte der Lebensmittelbereich – dort wurden 59 Startups neu gegründet, mehr als doppelt so viele wie im zweiten Quartal 2019 (26).

Der Frauenanteil unter den Gründern lag im zweiten Quartal bei lediglich 16 Prozent, und damit genau auf dem Niveau, das auch der Female Founders Monitor für Gründerinnen in Deutschland ausgibt. Doch während Frauen im Gründungsgeschehen allgemein unterrepräsentiert bleiben, zeigen die Zahlen von Startupdetector, dass die Gründerinnen von April bis Juni bestimmte Branchen scheinbar bevorzugten. So war im Bereich Tourismus der Anteil der Startup-Neugründungen, bei denen mindestens eine Frau als Geschäftsführerin agierte, mit über 35 Prozent am höchsten. Darauf folgen die Branchen Bildung und Dienstleistung mit knapp 30 Prozent. Die wenigsten Startup-Gründungen mit Geschäftsführerinnen gab es in den Bereichen Bauwesen, Software und Energie. Damit zeigten die Gründerinnen, zumindest im zweiten Quartal, andere Schwerpunkte als üblich: Der Female Founders Monitor verortete ihre Schwerpunkte vor allem in den Bereichen Gesundheit und Lifestyle.

Infografik: Trotz Corona: Neugründungen im Normalbereich | Statista Mehr Infografiken findet Ihr bei Statista

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