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TUM-Hyperloop-Team rast der Konkurrenz davon

TUM-Hyperloop-Team rast der Konkurrenz davon

Credit: Das Team mit ihrem Prototyp vor der Teströhre. (Bild: WARR Hyperloop Team)

Credit: Das Team mit ihrem Prototyp vor der Teströhre. (Bild: WARR Hyperloop Team)

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

25. Juli 2018

3 Min. Lesezeit

Mit 467 Stundenkilometern ist die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) bleiben damit auch im dritten Hyperloop-Pod-Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und halten den Geschwindigkeitsrekord für den Hyperloop-Prototyp.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich ein Hochgeschwindigkeitszug mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre mit Teilvakuum fortbewegen soll. Studierendenteams aus der ganzen Welt sind aufgerufen, ihre Konzepte für den sogenannten Pod – die Kabinenkapsel, in der Passagiere durch die Röhre transportiert werden sollen – einzureichen.

WARR Hyperloop Team

Die Studierenden der TUM mit Elon Musk. (Bild: WARR Hyperloop Team)

Im ersten Wettbewerb, der im Januar 2017 stattfand, wurden zwei Hauptpreise vergeben: Ein Hauptpreis für den schnellsten Pod, den das WARR Hyperloop Team der TU München gewann, und ein Hauptpreis für das beste Gesamtkonzept, der an die TU Delft ging. Im zweiten Wettbewerb zählte nur die Geschwindigkeit. Auch hier fuhren die Studierenden ihrer Konkurrenz davon: Sie erreichten 324 Stundenkilometer.

Münchner Team verdoppelt Geschwindigkeit und gewinnt

Im dritten Wettbewerb ging es wiederum um die Geschwindigkeit, allerdings waren nur noch Prototypen zugelassen, die über einen eigenen Antrieb verfügten. 18 Teams waren zum dritten Wettbewerb nach Los Angeles eingeladen, um ihre Kapsel in der eigens für den Wettbewerb aufgebauten Röhre auf dem Gelände der Firma SpaceX zu testen.

Nur drei Teams hatten es nach den strengen technischen Vortests ins Finale geschafft. Neben dem WARR-Hyperloop-Team der TU München waren dies Delft Hyperloop (TU Delft) und EPFLoop (ETH Lausanne). Das Team der ETH Zürich konnte sich in der Vorentscheidung nicht für das Finale qualifizieren.



Mit 467 Stundenkilometern konnten die Studierenden der TU München ihre Geschwindigkeit im Vergleich zum zweiten Wettbewerb um fast 50 Prozent steigern. Die Kapsel von Team Delft erreichte in der Vakuumröhre 142 Stundenkilometer, EPFLoop kam auf 85 Stundenkilometer.

WARR-Hyperloop-Team erhält Innovation Award

Als Trophäe erhielten die Studierenden ein im 3D-Druckverfahren hergestelltes Modell der Röhre mit einem Pod, das von Elon Musk persönlich unterschrieben wurde. Münchner Team wurde außerdem mit einem Innovations-Award ausgezeichnet. Diesen erhielten sie für ihr Design des schnellen Pods sowie für ihren zweiten Pod, mit dem sie am Tag vor dem Haupt-Wettbewerb ein selbst entwickeltes Schwebesystem demonstrierten.

TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann zum Erfolg seines Teams:

„Was manche – selbst Techniker – als Spinnerei abtun, kann in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden. Und außerdem: Es ist die jugendliche Faszination an den schwierigsten Herausforderungen, die wir fördern müssen. Nur dann stärken wir das weltweite Markenzeichen ,German Engineering‘.“

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