Munich Startup
Workerbase schließt Series-A mit 10 Millionen Euro ab

Workerbase schließt Series-A mit 10 Millionen Euro ab

Die Workerbase-Gründer Thorsten Krüger, Hamid Monadjem und Norman Hartmann (v.l.n.r.)

Credit: © Workerbase

Die Workerbase-Gründer Thorsten Krüger, Hamid Monadjem und Norman Hartmann (v.l.n.r.) – Credit: © Workerbase

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Das Startup Workerbase macht Arbeitsprozesse in der Industrie effizienter und organisiert die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. In ihrer Series-A konnten die Münchner nun erfolgreich 10 Millionen Euro einsammeln. Die Mittel stammen von den neuen Investoren Almaz Capital, Porsche Ventures und Bayern Kapital sowie dem bestehenden Investor Point Nine.

27. Oktober 2022

3 Min. Lesezeit

Mit seiner Softwareplattform verknüpft Workerbase Maschinen, Prozesse, Material und Menschen in Echtzeit. Letztere werden dabei über Wearables in die Abläufe eingebunden. Auf diese Weise will das Startup dabei helfen, produktionsbezogene Probleme zu lösen. Taucht ein spezifisches Problem auf, stellt die Lösung von Workerbase automatisch ein Team zusammen, das über die notwendigen Fähigkeiten zu dessen Lösung verfügt. Dabei achtet es zudem auf den Standort und die Verfügbarkeit der Mitarbeiter.

Laut CEO und Co-Founder Norman Hartmann erklärt:

„Unser Hauptziel bei der Series-A-Finanzierung ist es, Fertigungsprozesse dynamischer zu gestalten. Statische Fertigungsprozesse und -systeme sind in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß. Workerbase kombiniert menschliche und maschinelle Intelligenz, um eine vollständig dynamische Produktionsumgebung zu schaffen, die auf Echtzeitinformationen basiert. Wir nennen das Dynamic Process Execution (DPE).“

Diesen Zielen entsprechend sollen die Mittel aus der nun abgeschlossenen Series-A auch in die Weiterentwicklung der Softwareplattform fließen. Die eingesammelten 10 Millionen Euro stammen vom kalifornischen Deeptech-Investor Almaz Capital, Porsche Ventures und Bayern Kapital. Porsche selbst gehört wie auch Siemens, Festool und andere Industriekonzerne zu den Kunden von Workerbase. Außerdem beteiligte sich der Bestandsinvestor Point Nine an der Runde.

„Workerbase hat das Potenzial, die Fertigungssoftwarebranche zu verändern“

Patrick Huke, Leiter von Porsche Ventures Europa & Israel sagt:

„Die digitale Transformation ist schon seit einiger Zeit Teil der Produktionsumgebung und wird auch in Zukunft einen großen Einfluss haben. Unternehmen müssen flexibel bleiben, um sich jederzeit anpassen und Verbesserungen integrieren zu können. Workerbase hat das Potenzial, die Fertigungssoftwarebranche zu verändern, indem es Unternehmen dabei hilft, manuelle Prozesse zu digitalisieren und in einer sich ständig verändernden Produktionsumgebung schnell zu reagieren. Wir freuen uns darauf, das Team von Workerbase in Zukunft als Investor und Partner zu unterstützen.“

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital, ergänzt:

„Workerbase hat eine smarte Softwareplattform entwickelt, die maßgeblich zur Lösung grundlegender Probleme in der Fertigungsindustrie beiträgt. Sie eliminiert langwierige Prozessstrukturen und identifiziert Unstimmigkeiten in einem früheren Stadium – das stärkt die Effizienz und Flexibilität des Fertigungsprozesses.“

Auch Aniruddha Nazre, Partner bei Almaz Capital, zeigt sich überzeugt:

„Workerbase transformiert Produktionsprozesse, indem es sie in kleine Teile einzelner Aktivitäten zerlegt. Ihre Dynamic Process Execution Software bietet völlig neue Möglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Flexibilität. Wir sehen einen großen Bedarf für diese Art von Software auf dem Markt und enorme Wachstumschancen.“

Startups stärken den Wirtschaftsstandort Bayern

Für Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister des Freistaats Bayern, ist das Startup Workerbase auch ein Beispiel für die gelungene Wirtschaftspolitik des Freistaats:

„Mit dem Wachstumsfonds Bayern 2 unterstützen wir seit zwei Jahren junge bayerische High-Tech-Unternehmen in der reiferen Entwicklungsphase. Workerbase ist eines von vielen Beispielen für eine Technologie, die ihren Ursprung in Bayern hat und bei der ein starkes lokales Fertigungs-Know-how in ein innovatives Produkt umgesetzt wird. Wir brauchen viele solcher Startups in Bayern. Denn gerade sie sind es, die zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes beitragen. Der Wachstumsfonds ist eine wichtige und verlässliche Anschubfinanzierung.“

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