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KI statt Tablets und Telefonstress: Allo sammelt über 12 Millionen Euro für Restaurant-Software

KI statt Tablets und Telefonstress: Allo sammelt über 12 Millionen Euro für Restaurant-Software

Credit: Foto: Allo

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Bernd Heppel

Bernd Heppel

Bereits in den Vorjahren konnte das Münchner Restaurant-Startup Allo Finanzierungen einholen. Doch die neue Series-A-Finanzierung übertrifft diese noch. Ein echter Meilenstein für das 2020 gegründete Startup.

28. Mai 2026

2 Min. Lesezeit

Angeführt von Zigg Capital hat Allo eine Series-A-Finanzierungsrunde von mehr als 12 Millionen Euro (14 Millionen Dollar) eingesammelt. Das Münchner Startup will damit sein KI-natives Betriebssystem für Restaurants ausbauen und startet mit einem Reservierungs- und Bestellagenten für Telefonanfragen. Bereits in der Vergangenheit erhielt Allo Finanzierungen in Höhe von 1,4 Millionen Euro im Jahr 2022 und 4,6 Millionen Euro im Jahr 2024. Damit und vor allem auch mit den neuen finanziellen Mitteln positioniert sich Allo immer mehr nicht mehr nur als Kassensystem oder Restaurant-SaaS, sondern als Plattform für „digitale Mitarbeitende“. Der erste Agent soll Anrufe entgegennehmen, Reservierungen erfassen und Takeaway-Bestellungen direkt ins System übertragen.

Allo wächst auf über 1.000 Restaurantstandorte in Deutschland

Allo wird inzwischen an mehr als 1.000 aktiven Restaurantstandorten in Deutschland genutzt. Seit der Seed-Runde 2024 seien die Standorte um den Faktor sechs, der Umsatz um den Faktor 3,5 gewachsen. Und je mehr Geld, desto mehr Sichtbarkeit, denn inzwischen kommen 30 Prozent der Neukunden über Empfehlungen.

Zigg Capital führt Series A an – 20VC und Keen investieren erneut

Die Series A wird von Zigg Capital angeführt. Neu beteiligt sind LifeX Ventures, Aperture sowie Wecken & Cie. Auch 20VC und Keen Venture Partners investieren erneut. Zu den Business Angels zählen Fabian Siegel, Mark Ransford und Ludwig Fuchs.

Mit Elizabeth Chrystal von Zigg Capital, dem früheren Gastro-Manager Cornelius Everke und Matt Baumgartner, ehemals Product Director bei Toast, erweitert Allo zudem Board und Advisory Board.

KI-Agenten statt weiterer Dashboards

Allo plant in den kommenden 12 bis 18 Monaten mehr als zehn digitale Mitarbeitende. Nach dem Reservierungs- und Bestellagenten sollen unter anderem ein Inventory Agent für Lieferantenbestellungen und Verbrauchsdaten sowie ein Menu Agent für kanalübergreifende Menü-Updates folgen.

Getrennte Systeme für Kasse, Lieferplattformen, Küche, Reservierungen, Zahlungen und Auswertung sind in der Praxis ein häufiges Problem von Restaurants. Allo bietet unter anderem POS, Zahlungen, Scan-to-Order, Lieferintegration, Webshop und Reporting an und möchte so Restaurantsysteme revolutionieren.

Fokus auf ethnische Gastronomie als Markteintritt

Allo startete mit einem Fokus auf ethnische Gastronomie, die nach Unternehmensangaben rund 70 Prozent der Restaurants in Deutschland ausmacht. Diese Betriebe hätten häufig komplexe Menüstrukturen, mehrsprachige Teams, verschiedene Bestellkanäle und knappe Margen.

Genau dort will allo mit einem integrierten System punkten. Die Einrichtung dauert laut Unternehmen weniger als 30 Minuten, während klassische POS-Setups teils mehrere Wochen benötigen.

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