Auf den 10. Batch (hier im Bild) folgt nun der 11.
© Techfounders

Techfounders startet 11. Batch

TechFounders geht in die 11. Runde. Das Accelerator-Programm der UnternehmerTUM wird in den nächsten Wochen acht innovative Tech-Startups in München betreuen und auf die nächste Finanzierungsrunde vorbereiten.

20 intensive Wochen stehen den aktuellen Teilnehmern des 11. Techfounders-Batch bevor. Während dieser Zeit werden die Startups durch individuelles Training, Coaching und Mentoring auf die Skalierung ihres Unternehmens und ihre nächste Finanzierungsrunde vorbereitet. Darüber hinaus wird jedes der acht Startups ein Pilotprojekt mit einem der Unternehmenspartner von Techfounders durchführen.

Die acht Startups, die Teil des aktuellen Batches sind, präsentieren sich am Ende des 20-wöchigen Programms beim Techfounders Demo Day am 28. Mai vor einem Publikum bestehend aus Venture Capital Firmen, Business Angels, Industriepartnern, Interessenten und Medien.

Dass sich eine Teilnahme am Techfounders-Programm auszahlt, zeigt ein Blick auf bereits vergangene Batches: 91 Prozent der Alumni-Unternehmen des Programms sind noch aktiv. In den letzten Jahren haben Techfounders-Alumni-Startups insgesamt 275 Millionen Euro an Finanzierungskapital eingesammelt und über 1.300 Arbeitsplätze geschaffen.

Batch 11: die Teilnehmer

Bitvox

Bitvox will die Arbeitsweise von Fabrikarbeitern revolutionieren. Das von Tobias Lehmann gegründete Startup hat mit Hea²r eine intelligente Hörsoftware entwickelt, die die Arbeitsumgebung erfasst und Arbeitsprozesse durch einen Sprachassistenten unterstützt. Das Hea²r-Headset gibt Informationen wie beispielsweise Anweisungen für Maschinen direkt über das Headset an den Arbeiter weiter. Darüber will es einen optimalen aktiven Schutz vor Lärm gewährleisten und bietet die Möglichkeit, trotz lauter Umgebung zu telefonieren. Unternehmenspartner von Bitvox ist Festo.

Changers

Changers hat eine App entwickelt, die auf spielerische und kompetitive Weise zu nachhaltigem Verhalten motivieren will. Die Changers CO2 Fit-App verfolgt die aktive Teilnahme, berechnet die CO2-Bilanzen und belohnt nachhaltiges Verhalten mit CO2-Token, die in Baumpflanzungen, Spenden oder Gutscheine des Arbeitgebers, der Stadtverwaltung oder bei teilnehmenden Händlern eingelöst werden können. Unternehmenspartner von Changers sind Datev und ADAC.

Retorio

Es gibt eine KI, die lediglich ein einminütiges Video einer Person benötigt, um ein hochpräzises Persönlichkeitsprofil abzuleiten. Diese KI bildet den Kern von Retorio, einer KI-fähigen Video-Recruiting-Plattform. Das Münchner Startup Retorio, das 2018 von Dr. Christoph Hohenberger, Dr. Patrick Oehler und Addurrahman Namli gegründet wurde, hat eine Software entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, die Persönlichkeitsmerkmale und Soft Skills ihrer Bewerber innerhalb weniger Minuten nach dem ersten Unternehmenskontakt zu erkennen. Retorio ordnet Kandidaten automatisch offenen Stellen zu und verbessert so die Qualität, Geschwindigkeit, Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit des Einstellungsprozesses. Unternehmenspartner von Retorio ist ADAC.

Wheel.me

Mit der Einführung des ersten autonomen Rades der Welt will Wheel.me bis 2022 eine bevorzugte Plattform für die Mobilität in Innenräumen und den Materialtransport werden. Das norwegische Unternehmen, gegründet von Atle Timenes und Rolf Libakken, hat ein verstecktes Rollensystem entwickelt und patentiert, mit dem Objekte einfach mit der Stimme, der Wheel.me-App oder einer Bluetooth-Fernbedienung bewegt werden können. Damit ist es beispielsweise möglich, Raumstrukturen zu verändern oder schwere Geräte zu verlagern, indem man ihnen einfach sagt, wohin sie sich bewegen sollen. Unternehmenspartner von Wheel.me ist Miele.

Orbitless

Das kanadische Startup Orbitless will die Standards der Getriebekonstruktion verändern, indem es die traditionellen lauten und ineffizienten Getriebeköpfe durch einen Sekundärträger ersetzt. Das Orbitless-Design soll effektiv zu einem geringeren Geräuschpegel und einem effizienteren Getriebe führen, ohne dabei das Drehmoment zu beeinträchtigen. Die Produkte können in allen Anwendungen mit Getriebemotoren eingesetzt werden, wie beispielsweise in der Robotik, in medizinischen Geräten und in Elektrofahrzeugen. Das Orbitless-Getriebe wurde bereits in den USA, China und Europa patentiert. Unternehmenspartner von Orbitless ist Knorr-Bremse.

Qbound

Das Münchner Startup Qbound bietet eine Lösung, die auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Cybersicherheit im Bereich Cloud und IoT ausgerichtet ist. Das Unternehmen verspricht, mit seiner Zero-Trust-Access-Management-Plattform sicherzustellen, dass nur authentifizierte Nutzer und Geräte zur richtigen Zeit und aus den richtigen Gründen auf spezifische Ressourcen zugreifen können. Das Sicherheitssystem der Plattform basiert auf einem Software-definierten Parameter und einer Blockchain-Infrastruktur, die volle Transparenz und Kontrolle über den Datenaustausch und die Nutzung gewährleistet. Unternehmenspartner von Qbound ist Knorr-Bremse.

Cascade Drives

Da schwere Nutzfahrzeuge zunehmend elektrisch betrieben und autonomer werden, will Cascade Drives mit ihrer gdGear-basierten Innovation eine Alternative zu herkömmlichen Hydrauliksystemen anbieten. Die Produkte können die gleiche lineare Kraft wie vergleichbare Hydrauliksysteme liefern, jedoch mit bis zu 40 Prozent geringerer aufgebrachter Leistung. Darüber hinaus sind sie kleiner, schneller, bieten präzisere lineare Bewegungen und nahezu keinen Wartungsaufwand. Diese Eigenschaften machen die Produkte leistungsstark, umweltfreundlich und kosteneffizient. Unternehmenspartner von Cascade Drives ist Knorr-Bremse.

Spoontainable

Zur Vermeidung von Kunststoff und Lebensmittelabfällen bietet Spoontainable eine Lösung, die beide Ziele miteinander verbinden soll. Das von Amelie Vermeer gegründete Stuttgarter Startup nutzt wertvolle Reste aus der Lebensmittelindustrie, um eine nachhaltige und innovative
CO2-neutrale Kunststoffalternative zu schaffen. Der Spoonie Choc ist der erste essbare Eislöffel, der aus den Fasern von Kakaobohnenschalen hergestellt wird. Er ist seit April 2019 auf dem Markt und konnte seitdem bereits fast eine Million Kunststoffeislöffel ersetzen. Unternehmenspartner von Spoontainable ist Aldi.

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

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