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Peter Park: Flächenfraß und Parksuchverkehr reduzieren

Peter Park: Flächenfraß und Parksuchverkehr reduzieren

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin war Helen Duran bis 2026 in der Münchner Startup-Szene für Munich Startup unterwegs.

27. März 2020

3 Min. Lesezeit

Das Münchner Startup Peter Park hat die Vision, Parkplätze in Mobility Hubs zu verwandeln. Dafür hat das Team eine Software entwickelt, die mit Kennzeichen-Erkennungs-Technologie das digitale Management von Parkflächen ermöglicht. Das System des im Gründerzentrum Werk1 beheimateten Startups wird bereits in ganz Deutschland eingesetzt. Ein Interview mit den vier Gründern.

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Peter Park: Wir bieten Parkplatzbetreibern eine Cloud-basierte B2B-Plattform zur effizienten Verwaltung von Parkflächen und Parkhäusern. An Ein- und Ausfahrten werden KFZ-Kennzeichen gescannt. Dabei erfasst die Software automatisch und datenschutzkonform den Parkvorgang. Somit entfallen Schranken oder Kontrollen mit Parkscheibe gänzlich. Außerdem können Parkplatznutzer über Parking-Apps oder per Eingabe des Kennzeichens an einem Automaten bezahlen.

Unser Management-Team besteht aus Maximilian Schlereth (CEO, 27 Jahre), Florian Schaule (CTO, 30 Jahre), Patrick Bartler (COO, 28 Jahre) und Stefan Schenk (CBDO, 27 Jahre). Maximilian und Florian haben sich über ein vorheriges Projekt im Parking-Bereich kennengelernt. Florian, Patrick und Stefan kannten sich bereits durch ihre gemeinsame MBA-Zeit am Collège des Ingénieurs (CDI). Gemeinsam haben wir das Potenzial der Digitalisierung in der Parkbranche erkannt und arbeiten nun mit unserem Team an der direkten Umsetzung.

Peter Park: Parkplätze sollen vielseitige Mobility-Hubs werden

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Peter Park: Wir bauen auf langfristige Zusammenarbeit: Mit unserer Lösung adressieren wir speziell die Bedürfnisse von Betreibern von Parkflächen. Außerdem arbeiten wir eng mit etablierten Parking-App-Anbietern zusammen, um eine komfortable Bezahlung via Smartphone zu ermöglichen.

Ein weiterer Aspekt ist die Erschließung neuer Use-Cases und Nachhaltigkeit. So können mit Peter Park leere Supermarktparkplätze nachts für Anwohner zugänglich gemacht werden. Das hilft Kommunen dabei, den Flächenfraß zu reduzieren und den alltäglichen Parksuchverkehr von Anwohnern in den Griff zu bekommen.

Unsere Vision ist die Transformation von Parkplätzen in vielseitige Mobility Hubs, mit flexiblen Schnittstellen für verschiedenartige Mobility-Services, beispielsweise für E-Ladesäulen oder Last-Mile-Lösungen.

Munich Startup: Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

  • Prozesswissen: Wir haben ein tiefes Verständnis über Prozesse in der Parkbranche sowie die Verbindung dieses Wissens mit digitalem Know-How entwickelt.
  • Partnerschaften: Mit Partnerschaften wie zum Beispiel mit Parkster oder Boschs ‚Security and Safety Things‘ wollen wir gemeinsamen wachsen.
  • Team: Jeder unserer Mitarbeiter ist ein absoluter Team-Player.

Bereits in 30 Städten eingesetzt

Munich Startup: Wie läuft das Geschäft?

Peter Park: Wir wachsen kontinuierlich. Unser System wird in ganz Deutschland auf über 50 Parkflächen in 30 Städten eingesetzt.

Munich Startup: Was bedeutet München für Euch?

Peter Park: Wir alle haben persönlich eine starke Bindung zu München sowie dem hiesigen Ökosystem (TUM, LMU, CDTM und CDI). Mit dem Werk1 haben wir mittlerweile unsere Heimat mit einer großartigen Community gefunden.

Der Standort München, mit einem starken B2B- und Tech-Fokus, ermöglicht uns, Talente für unser wachsendes Team zu finden. Außerdem ist München der zentrale Hub für Mobility in Deutschland. In diesem Cluster wollen wir uns gemeinsam mit anderen Startups und Partnern entwickeln. Das gesamte Umfeld, in Verbindung mit unseren privaten Netzwerken, bietet uns den optimalen Rahmen für Peter Park.

Munich Startup: Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Peter Park: Wir sind auf dem Weg, die führende Software für die intelligente Verwaltung von Parkflächen zu werden.

Munich Startup: Früh aufstehen oder die Nacht durchmachen?

Peter Park: Frühaufsteher. Wir packen die Arbeit gleich morgens an.

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