Die beiden Gründer Philipp Kramer (li.) und Felix Ewald.
© Dyemansion

Dyemansion sammelt 12 Millionen Euro ein

Nicht nur Health- und Life-Science-Startups verkünden in Corona-Zeiten Millionenschwere Finanzierungsrunden. Auch das Münchner 3D-Druck-Startup Dyemansion konnte sich 12 Millionen Euro sichern.

Die Geldgeber der Series-B-Finanzierungsrunde von Dyemansion sind der dänische Wachstumsfonds und Leadinvestor Nordic Alpha Partners (NAP) gemeinsam mit den bestehenden Investoren UVC Partners, Btov Partners, KGAL und AM Ventures. Mit dem frischen Kapital erhöht sich die gesamte Finanzierung des Unternehmens auf nun 20 Millionen Euro.

Corona-Krise als Treiber für die 3D-Technologie

Das Startup bietet Finishing-Systeme im industriellen 3D-Druck an. Für das Unternehmen war die Corona-Krise ein wichtiger Treiber für die eigene Technologie. Denn die Pandemie zeigte, dass traditionelle Lieferketten stark unter Druck stehen und auch scheitern können. Die digitale oder auch additive Fertigung rückte als Lösung für dieses Problem in den Fokus. Dadurch konnte Dyemansion selbst in diesen schwierigen Zeiten die Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen.

Auch ist das Startup bereits erfolgreich in über 30 Ländern weltweit am Markt. Gestartet 2015 mit der weltweit ersten Färbeanlage für 3D-Bauteile, umfasst das Angebot mittlerweile umfassende Lösungen um Kunststoffe mit industriellen 3D-Drucktechnologien nachzubearbeiten. Das automatisierte Post-Processing-Equipment wird bereits von über 600 KundInnen genutzt, darunter globale Player wie BMW, Daimler oder Under Armour. Dyemansion hilft den Unternehmen dabei, Rohteile in hochwertige, serienreife Produkte zu verwandeln – von der perfekt sitzenden, bunten Brille bis zum personalisierten Automobil-Interieur. Neben eigener Hardware hat Dyemansion auch kürzlich eine Plattform für das Nachbearbeiten von industriellen 3D-Drucks gelauncht.

Dyemansion will Transformation der digitalen Fertigung weiter beschleunigen

Die Kapitalspritze will Dyemansion nutzen, um die Transformation der digitalen Fertigung in allen Bereichen zu beschleunigen: Auf Produktseite bedeutet dies automatisierte, digital vernetzte und voll integrierte Prozessketten. Außerdem will das Münchner Startup unter anderem durch neue Demo-Möglichkeiten und regionale BeraterInnen weitere global Player vom digitalen Produzieren mit 3D-Druck überzeugen und durch die Transformation mehr „Fabriken der Zukunft“ erschaffen. Das aktuell 66 MitarbeiterInnen starke Team in München und Austin (Texas/USA) wird also aufgestockt.

„Wir sind sehr froh, Nordic Alpha Partners auf unserem Wachstumskurs an Bord zu haben. Ihr einzigartiger Ansatz und ihr enormes Fachwissen werden maßgeblich dazu beitragen, unsere Position als Weltmarktführer weiter zu stärken“,

sagt Felix Ewald, CEO und Gründer von Dyemansion.

„Es passiert selten, dass wir auf ein Unternehmen wie Dyemansion stoßen, das nicht nur eindeutig führend in seiner Klasse ist, sondern diesen Wandel auch tatsächlich beschleunigt“,

erklärt Laurits Bach Sørensen, Value-Creation Partner bei NAP.

Arno Held, Chief Venture Officer beim auf 3D-Druck spezialisierten Investor AM Ventures, begleitet das Startup bereits seit sechs Jahren. Für Investoren wie Gründer war schnell klar, dass eine nahtlose Integration und leichte Skalierbarkeit in der Nachbearbeitung und Färbung genau das ist, was die Industrie braucht, um Additive Manufacturing (AM), also 3D-Druck, zu einer serientauglichen Technologie zu machen. Arno Held sagt:

„Seitdem hat dieses einzigartige Team nicht nur ein ganz eigenes Segment innerhalb der AM-Industrie geschaffen, Dyemansion hat auch das Tor zu farbenfrohen und marktreifen Anwendungen in zahlreichen Industrien geöffnet. Und das mit einem Produktionsvolumen jenseits aller Vorstellungskraft.“

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

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