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Digitalisierungsstrategie für Stadt München

Digitalisierungsstrategie für Stadt München

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

5. August 2019

3 Min. Lesezeit

Die bayerische Landeshauptstadt hat eine stadtweite Digitalisierungsstrategie für München beschlossen. Diese Strategie bildet künftig die Basis für alle Digitalisierungsaktivitäten der Stadt, unterteilt in die drei Kernbereiche — Stadtverwaltung, Infrastruktur und Stadtgesellschaft. Wie profitieren Startups davon und wie können sie sich hier einbringen?

Die Vision ist folgende: Bis 2025 wird München eine zukunftsorientierte und nachhaltig agierende Metropole, die die Digitalisierung aktiv für die Stadtgesellschaft einsetzt. Auf dem Weg dorthin spielt insbesondere die Infrastruktur eine wichtige Rolle. Denn mit die drängendsten Herausforderungen liegen in den Bereichen Mobilität, Energie und Umwelt und können mit Hilfe digitaler Lösungen nachhaltig angegangen werden. Gleichzeitig wird das Thema Sicherheit maßgeblich mit einfließen. Die Kosten für den damit verbundenen Wandel in der städtischen Verwaltung schätzt Münchens IT-Referent Thomas Bönig auf einen signifikanten dreistelligen Millionenbetrag.

Wo setzt die Digitalisierungsstrategie an?

„Die Landeshauptstadt München wird die Digitalisierung in München aktiv und systematisch einsetzen und dabei immer das Ziel verfolgen, ihre Chancen zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu beherrschen,“

erklärt Thomas Bönig, IT-Referent und CDO der Stadt München. Dabei wolle er auch „eigene Standards in der Digitalisierung“ der Kommune setzen. Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßt den eingeschlagenen Weg und betont gleichzeitig:

„Digitalisierung muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.“

Wie profitieren Startups von der neuen Strategie?

Was genau ergibt sich daraus für innovative Jungunternehmen? Allem voran fordert die Digitalisierungsstrategie den vollständigen Ausbau des bestehenden Mobilfunkangebots zu einem lückenlosen Netz auf dem neuesten 5G-Standard. Dadurch wird die Basis für eine Smart City gelegt. Denn nur mit einem schnellen, stabilen Internet können zukunftsfähige Lösungen wie autonomes Fahren, eine vernetzte, innovative Mobilitätssteuerung, smarte Energienetze oder auch digitale Gesundheitsanwendungen umgesetzt werden.

Ebenfalls spannend ist das Thema Big Data. Hier sollen in München künftig IoT-Plattformen unterschiedliche Sensordaten sammeln, um die Daten in Bereichen wie Mobilität, Energie, Sicherheit oder Umwelt zu nutzen. Auch die bestehende Münchner Open-Data-Plattform wird überprüft und optimiert. Damit könnten zukünftig wesentlich umfassender und einfacher Datensätze in offenen Formaten und maschinenlesbar genutzt werden. Schließlich wird die freie Nutzung öffentlicher Daten innovativen Anwendungen dabei helfen, Smart-City-Lösungen zu entwickeln.

Digitale Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Stadtgesellschaft

Auch das Munich Urban Colab spielt bei der Digitalisierungsstrategie eine wichtige Rolle. Ab 2020 arbeiten in dem Innovationszentrum Startups, etablierte Unternehmen, Wissenschaftler und Kreative interdisziplinär unter einem Dach an smarten Technologien für die Stadt der Zukunft. Dabei will auch die Stadt München selbst das Munich Urban Colab nutzen, um Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Stadtgesellschaft zu entwickeln und zu erproben.

Außerdem sind weitere begleitende Maßnahmen zur Innovations- und Startup-Förderung angedacht. Darunter fallen Ideenwettbewerbe wie der bereits etablierte Innovationspreis der Stadt München. Neue Fördermaßnahmen sollen aber noch hinzukommen. Diese sollen dann in Verbindung mit Open-Data-, Robotik- und KI-Initiativen die Gründungs- und Innovationsszene der digitalen Metropole München weiter voranbringen.

Zusätzlich hat sich der Stadtrat einen Digital-Beirat aus Politik, Stadtverwaltung, Personalvertretungen, Bürgerschaft und Wirtschaft gewünscht. Hier sind dann hoffentlich auch Startups mit vertreten.

Hier geht es zum Beschluss der Digitalisierungsstrategie und hier zu einer Übersicht des IT-Referats.

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