Die Twaice-Gründer und Geschäftsführer Dr. Stephan Rohr und Michael Baumann. (v.l., Foto: Twaice)

Batterieanalytik-Startup Twaice schließt Seedfinanzierung mit 1,2 Millionen Euro ab

Das Münchner Startup Twaice bekommt im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 1,2 Millionen Euro von Lead-Investor Unternehmertum Venture Capital Partners und Speedinvest. Das Geld soll in die Produktentwicklung sowie die Vergrößerung des Teams fließen und den Markteintritt beschleunigen. 

Die Ausgründung aus der TU München arbeitet an einer Software, die Lithium-Ionen-Batterien in Echtzeit analysiert, deren Lebensdauer voraussagt und sogar verlängert. Aktuell kann der Zustand und die verbleibende Lebensdauer einer solchen Batterie nur schwer und ungenau bestimmt werden. Mitgründer und Geschäftsführer Stephan Rohr sagt:

„Ein Automobilhersteller mit beispielsweise 100.000 Elektrofahrzeugen im Feld hat Batteriekosten von über eine Milliarde Euro. Dieses Asset gut zu verwalten, wird zunehmend essentiell und marktentscheidend. Twaice liefert Kunden wie Elektrofahrzeugherstellern oder Flottenbetreibern die Lösung dafür.“

Betreiber von elektrischen Fahrzeugflotten sollen durch die Twaice-Software die Gesamtkosten des Betriebs um bis zu 25 Prozent senken können. Durch die Prognose der Restlebensdauer soll außerdem eine Zweitnutzung oder ein Weiterverkauf ermöglicht werden.

„Digitale Zwillinge“ als technologische Grundlage

Hinter der Software steht das KI-Konzept der „digitalen Zwillinge“, also simulierte digitale Abbilder der Batterien. Mitgründer und Geschäftsführer Michael Baumann hat mit seiner Forschung die Grundlage der Twaice-Technologie gelegt. Er sagt:

„Unsere digitalen Zwillinge ermöglichen die Digitalisierung von Expertenwissen und erreichen nie zuvor dagewesene Einblicke in die Performance und den Gesundheitszustand der Batterien im Feld. Dies ist essentiell, nicht nur für einen sicheren und langlebigen Betrieb von Elektrofahrzeugen, sondern auch für eine monetäre Bewertung beispielsweise bei einem Gebrauchtwagenkauf.“

„Wissen ist von strategischer Relevanz“

Das Kapital möchte Twaice in die Produktentwicklung, den Ausbau des Teams und den Markteinstieg investieren. Benjamin Erhart, Partner bei UVC Partners, sagt:

„Twaice liefert für den zukünftig stark wachsenden Markt der Elektromobilität das spezifische Know-how, um den Batteriezustand in real-time zu bestimmen und zu optimieren. Dieses Wissen ist von strategischer Relevanz sowohl für Batteriehersteller und Automobilhersteller als auch für Flottenbetreiber.“

Das Startup wurde dieses Jahr gegründet und durchlief schon eine Reihe von Programmen der UnternehmerTUM, darunter den Inkubator Xpreneurs. Erst kürzlich gewann das Team einen Hauptpreis im Gründerwettbewerb — Digitale Innovation und wurde in die Top 30 Cleantech Startups von Climate-KIC gewählt.

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