© Freepik

Podcast: Startups für eine ökologische Wirtschaft

In der neuesten Ausgabe unseres Podcast besprechen wir den „Future Of Nature And Business“-Report des Weltwirtschaftsforums und werfen einen Blick auf Münchner Startups, die konkret zu einer neuen, ökologischen Wirtschaft beitragen. Außerdem blicken wir genauer auf die Finanzierungsrunde bei Tubulis.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Ihr findet unseren Podcast auf SpotifyiTunesDeezerGoogle PodcastsPocket CastsRadio PublicBreakerOvercastCastboxPodcast Addict und Anchor.

Im Event-Rückblick von Folge 4 erzählen wir Euch von unserem Besuch im Kreativquartier und dem gerade im Bau befindlichen Kreativlabor. Das Kreativquartier auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne wird von der Stadt München Schritt für Schritt in ein neues Stadtquartier umgebaut. Neben Wohnen liegt der Schwerpunkt dabei darauf, Platz für die kreative Branche zu schaffen. Das Kreativlabor bietet nach seiner Fertigstellung Platz für Büros und Werkstätten.

Der „Future Of Nature And Business“-Report des Weltwirtschaftsforums

Im Hauptteil des Podcasts (Minute 7:30) geht es dann um eine grünere Zukunft für die Weltwirtschaft. Wie der „Future Of Nature And Business“-Report des Weltwirtschaftsforums zeigt, bedeutet grünes Wirtschaften keineswegs einen Verlust von Wohlstand oder Arbeitsplätzen. So sollen alleine durch die Transformation der drei größten Wirtschaftssysteme, die für 80 Prozent der Naturverluste verantwortlich sind, schätzungsweise 10 Billionen Dollar an Geschäftsmöglichkeiten entstehen. Zudem könnte die neue ökologische Wirtschaft bis 2030 weltweit 396 Millionen neue Jobs schaffen. Dem gegenüber steht der Verlust von 44 Billionen US-Dollar an ökonomischer Wertschöpfung – über die Hälfte des globalen Bruttoinlandprodukts – durch die Zerstörung der Natur, von der die Wirtschaft eigentlich abhängt.

Der Bericht des Weltwirtschaftsforum ist dabei in drei Sektoren unterteilt: Die Produktion von Nahrungsmitteln und die damit zusammenhängende Nutzung von Land und Ozeanen; Infrastruktur und Städtebau; und als letztes, Energie und Rohstoffe. In diesem Podcast widmen wir uns dem ersten Teil und suchen nach Münchner Startups, die sich einer umweltverträglichere Nahrungsmittelproduktion oder Nutzung von Land und Ozeanen verschrieben haben.

Von Mikroplastik und Insekten

Um den Bereich der Nahrungsproduktion und Landnutzung ökologisch zu transformieren, hat das Weltwirtschaftsforum diesen Sektor in sechs Abschnitte unterteilt. Mit dem Bereich „Wiederherstellung von Ökosystemen und die Vermeidung von Land- und Ozeannutzung“ sammelt der Bericht Maßnahmen wie die Aufforstung von Wäldern und Mangroven, bessere Raumplanung in der Landwirtschaft oder die Erhaltung von natürlichen Ressourcen. Auch die Bepreisung von CO2 gehört hier dazu, da so die Kosten für Umweltzerstörung erhöht bzw. sichtbar gemacht werden. Mit Ecofario und Wisefood stellen wir hier gleich zwei Münchner Startups vor, die an der Reinhaltung der Ozeane arbeiten (Minute 10:15), indem sie Mikroplastik aus dem Wasser filtern bzw. de Plastikverbrauch der Gesellschaft reduzieren.

Das Startup Farminsect (Minute 16:55) wiederum, das Landwirte dazu befähigt, Proteinfutter für Tiere aus Insekten herzustellen, bewegt sich in einem Bereich, den das Weltwirtschaftsforum als „Schaffung produktiver und regenerativer Landwirtschaft“ betitelt. Dabei geht es darum, die Produktivität der Landwirtschaft zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Gesundheit des umgebenden Ökosystems zu verbessern. Beispielhafte Maßnahmen sind hier unter anderem die Nutzung neuer Biopestizide und mikrobieller Dünger anstatt konventioneller chemischer Dünger und Pestizide. Andere Möglichkeiten, eine ökologische Wirtschaft zu betreiben, sind etwa die Begrünung von Flächen zwischen Feldern, um so die Biodiversität zu erhöhen und das Wassersystem zu verbessern. Die Züchtung neuer Getreidesorten und Gene Editing gehören ebenfalls zu diesem Bereich.

Ökologische Wirtschaft dank Waldmanagement und nachhaltigem Konsum

Die Nutzung von Land beschränkt sich nicht nur auf Felder und Äcker, auch Wälder sind ein wichtiger Teil der Wirtschaft, die wichtige Rohstoffe wie Holz liefern. Daher ist „Nachhaltiges Waldmanagement“ ebenfalls Teil der Betrachtungen des Weltwirtschaftsforums. Dazu zählt auch der Schutz wichtiger Wälder. Das Münchner Startup Ocell (Minute 19:40) nimmt hier eine Vorreiter-Rolle ein: Mit der Hilfe von Piloten nimmt das Unternehmen hochauflösende Bilder von Wäldern auf, die da von einer künstlichen Intelligenz analysiert werden. So können Förster ihre Wälder besser verwalte und vor Gefahren schützen.

Zur Transformation der Wirtschaft gehört laut Weltwirtschaftsforum auch eine Veränderung des menschlichen Konsumverhaltens. So muss nicht nur die Ernährung diverser werden – aktuell stammen 75 Prozent der Welternährung von nur 12 Pflanzen- und 5 Tierarten – auch muss der Konsum von tierischen Produkten verringert werden, um Böden, Meere und auch das Klima zu entlasten. Einen Beitrag hierzu leistet Happy Ocean Foods (Minute 22:10), ein Startup, das an Beyond-Fish-Produkten aus pflanzlichen Rohstoffe wie Soja und Algen arbeitet. Da Konsum aber nicht nur die Ernährung betrifft, blicken wir hier auch noch auf Jesango (Minute 24:15). Die Münchner haben der Fast Fashion den Kampf angesagt und eine Shopping Community für fair produzierte und nachhaltige Mode ins Leben gerufen.

Weitere Bereiche des Sektors Nahrungsmittelproduktion, Land- und Ozeannutzung sind die Abschnitte „Gesunder und Produktiver Ozean“, wozu nachhaltiges Fischen, Fischerei-Sperrzonen, sowie nachhaltige Marikultur und Aquakultur zählen, sowie „Transparente und nachhaltige Lieferketten“. In diesem Bereich geht es um die Themen Rohstoff-Beschaffung und -Verarbeitung, illegale Fischerei, illegaler Holzschlag und weniger Lebensmittelverschwendung.

10 Millionen Euro für Tubulis

Im zweiten Teil des Podcast erfahrt Ihr mehr zu Tubulis und deren Investoren. Wir verraten euch, wer in der Series-A Geld gegeben hat und stellen dabei die neuen Investoren Occident und Biomedpartners genauer vor. Ab Minute 26:50.