Insolvenz: Diese Münchner Startups machten 2018 dicht

Auch wenn 2018 ein Jahr voller Erfolgsmeldungen war, gab es auch das ein oder andere Unternehmen, bei dem es nicht so rund lief und wo es am Ende hieß: Ab in die Insolvenz! Wir werfen einen Blick zurück auf die Münchner Startups, die im vergangenen Jahr ihre Türen für immer (oder doch nicht?) schließen mussten.

Nachdem ComfyLight in München bislang immer ein Garant für positive News gewesen war, musste das Unternehmen im April überraschend Insolvenz anmelden. Die Gründe dafür lagen wohl vor allem im Bereich der Finanzierung. Hier konnte die junge Firma irgendwann dem Druck nicht mehr standhalten und musste schweren Herzens das Projekt mit der intelligenten Lampe für beendet erklären.

Senf-Gigant rettet Startup-Sauce

Im wahrsten Sinne des Wortes „erledigt“ hatte sich kurz darauf auch die Geschichte von Erledigungen.de. Das Service-Startup, das seinen Kunden unliebsame Behördengänge und Co. abnahm, meldete offenbar im Mai 2018 Insolvenz an. „Mangelnde Umsätze“ und „zu hohe laufende Kosten“, so erklärte Insolvenzverwalter Ivo-Meinert Willrodt das Aus für das junge Unternehmen, das zuvor in der Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ zwar teilweise überzeugen konnte, jedoch trotzdem ohne Investment wieder heimfahren musste.

Während sich für Erledigungen.de offenbar kein Käufer fand, hatten die Gründer von Macandoo mit ihrer via Crowdinvesting finanzierten BBQUE-Sauce schon mehr Glück: Nachdem Oliver Wildner und Michael Lubomirski im Sommer Insolvenz angemeldet hatten, konnte man sich mit dem Unterhachinger Senf-Giganten Develey über einen Verkauf einig werden.

Im August stellte CaptchaAd Insolvenzantrag: Nach einer missglückten Zwischenfinanzierung sah Mitgründer Jan Philipp Hinrichs darin wohl die einzige Möglichkeit, sein Unternehmen zu retten. Auf der Webseite von CaptchaAd lässt sich nachlesen, dass das Startup „inzwischen ein Unternehmen der Interactive Insight GmbH“ ist.

Ende für Laubteller, Lendstar im Glück

Anfang September ging mit Leaf Republic ein weiteres zunächst vielversprechendes Münchner Startup in die Insolvenz.  „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ ließen sich aus dem Insolvenzregister als Ursachen herauslesen.  Schwer zu sagen, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Auf der Firmen-Webseite werden Kunden an Amazon weitergeleitet und können dort zunächst weiterhin die aus Laub  gefertigten Produkte erstehen.

Nachdem auch Lendstar im Sommer den schweren Gang in die Insolvenz gegangen war, gab es im November erfreuliche Nachrichten:  Epay aus Planegg bei München sorgte im November für die Rettung und kaufte die Bezahl-App. Im Rahmen der Integration des Startups holte man auch gleich dessen Gründer Christopher Kampshoff mit ins Boot, der seitdem im „neuen“ Unternehmen mitarbeitet. So kam es zumindest hier noch zu einem Happy End, über das sich Christoph Kampshoff ganz besonders glücklich zeigte:

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun Teil der Epay-Familie sind — und damit einen Partner haben, dem wir vertrauen und den wir sehr schätzen.“

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