Eintauchen in virtuelle Realität mit immersiven Technologien

Immersive Technologien, die uns das Eintauchen in virtuelle Welten erlauben, werden immer mehr eingesetzt. Wir sprechen über sechs Münchner Startups, die diese Technologien nutzen. Außerdem in der 20. Folge des Munich Startup Podcasts: Die erfolgreiche Finanzierung von Roadsurfer.

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Virtual, Augmented oder Mixed Reality?

Diesmal gibt es im Podcast keinen Eventrückblick, sondern Terminhinweise. Daher steigen wir schnell in unser Hauptthema ein (ab Minute 2:00). Virtuelle Realität (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (XR) – bei all diesen Begriffen geht es um immersive Technologien. Dabei wird mit Augmented-Reality-Apps die Wirklichkeit um Zusatzinformationen erweitert. Richtet man also beispielsweise die Kamera eines Smartphones oder einer VR-Brille auf einen bestimmten Bereich im Raum, werden zusätzliche digitale Informationen wie Erläuterungen, 3D-Objekte oder Videos auf dem Display dargestellt.

Das weltweite Marktpotenzial für diese Branche wird auf weit mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt. Insbesondere Technologien wie 5G, Cloud und Edge-Computing sind zukunftsweisend für den Bereich. Allerdings gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch einige Herausforderungen zu meistern, die wir uns im Podcast genauer anschauen. Startups arbeiten an Lösungen, und bringen jetzt bereits immersive Technologien immer mehr in die breite Gesellschaft und in Unternehmen.

Wo wir virtuelle Realität erleben können

In München ist die Branche sehr gut aufgestellt. So findet unser Insights Dashboard rund 40 Startups aus dem Bereich. Wie so oft zeigt die Landeshauptstadt dabei eine Stärke bei der Ausrichtung auf Unternehmenskunden. Neben den Startups gibt es auch Unterstützungsangebote für (junge) XR-Firmen: So gilt der ‚XR Hub Bavaria‚ seit 2019 als erste Anlauf- und Informationsstelle für das gesamte XR-Ökosystem in Bayern.

Im Podcast stellen wir Euch aber erst einmal Startups vor, die auch B2C-KundInnen im Fokus haben, bevor wir uns die B2B-Startups mit immersiven Technologien ansehen.

MünchnerInnen finden bereits mehrere Angebote, bei denen sie mit immersiven Technologien Ausflüge in virtuelle Realitäten unternehmen können. Timeride oder Hologate sind vielleicht die Bekanntesten. Aber es gibt einige Münchner Startups mit speziellerem Angebot. So will das 2019 gegründete Startup Granny Vision insbesondere SeniorInnen neben Virtual Reality-Reisen zum Strand und zu Orchesteraufführungen virtuelle Besuche von Familienereignissen ermöglichen (ab Minute 6:15). Gerade in Corona-Zeiten wurde der Bedarf hierfür zwar sehr sichtbar, der Vertrieb für das Gründungsteam Carolina und Daniel Bendlin jedoch herausfordernder. Trotzdem konnte Granny Vision mit dem Venture Base Camp einen Investor von sich überzeugen, und erhielt Ende 2020 eine sechsstellige Finanzierungssumme.

Abheben mit immersiven Technologien

Ebenfalls herausfordernde Zeiten erlebt Inflight VR. Ab Minute 9:40 sprechen wir über das 2014 gegründete Startup, das sich ursprünglich auf virtuelle Erlebnisse für die Reisebranche fokussierte. Aufgrund der Pandemie erweiterte das VR-Startup sein Angebot. Nun bringt das 15-köpfige Team Kulturerlebnisse mit Firstrow direkt in die Wohnzimmer. Die KundInnen bestellen dabei zum Beispiel eine VR-Theateraufführung inklusive Leih-VR-Brille für einige Tage nach Hause. Ebenfalls neu im Portfolio ist VR Works. Hier verschiebt sich der Fokus von Inflight VR auf den B2B-Bereich und virtuelle Realität für Vertrieb, Schulungen usw. Da die beiden neuen Segmente gut laufen, sieht Inflight VR auch für die Zukunft hier großes Potenzial.

Das Münchner Startup Icaros wiederum hat die sportlich-aktive Zielgruppe im Blick (ab Minute 14:20). Auf einem eigens entwickelten Fitnessgerät lässt einen das von Johannes Scholl und Michael Schmidt gegründete VR-Startup über die Alpen fliegen oder Unterwasserwelten erforschen. Seit der Gründung 2015 hat das mittlerweile 30-köpfige Team das Portfolio um einen besonderen Hometrainer, einen immersiven Motorrad-Simulator, eine Plattform für kompetitiven virtuellen E-Sport und vieles mehr erweitert. Neben Europa ist Icaros auch in Nordamerika und Asien stark vertreten.

Virtuelle Realität für die Industrie

Ab Minute 18:40 stellen wir Euch drei Münchner Startups mit reinem B2B-Fokus vor. Das 2015 gegründete Startup Holo-Light hat sich auf immersive Software und Technologien für Unternehmen spezialisiert, und kann dabei komplexe Inhalte in Echtzeit streamen. Damit unterstützt es Unternehmen zum Beispiel bei der Planung von Arbeitsprozessen in der Produktion oder beim Prototypenbau.

Insbesondere auf Augmented Reality fokussiert sich Reflekt. 2012 von Wolfgang Stelzle und Kerim Ispir gegründet, verwandelt das Startup beispielsweise Konstruktionsdaten von Firmen in interaktive 2D- und 3D-Visualisierungen. Außerdem gibt es ein Fernwartungstool, bei dem MitarbeiterInnen dank Schritt-für-Schritt-Anweisungen mithilfe von AR auch Fehler bei komplexen Maschinen einfach selbst beheben können. Wir sprechen ab Minute 21:35 über das erfolgreiche Startup, das mit knapp 50 Leuten von München und San Francisco aus viele Global Player von den Vorteilen immersiver Technologien überzeugen konnte.

Aus Reflekt heraus entstand außerdem 2018 mit VRdirect ein Spinoff, das sich auf den Bereich Virtuelle Realität fokussiert (Minute 26:15). Mit der Lösung können 360-Grad-Bilder oder Filme für VR-fähige Headsets, Smartphones und Webbrowser aufbereitet werden. Das von Rolf Illenberger gegründete Startup hat 20 MitarbeiterInnen. VRdirect konnte sich 2019 seine erste Finanzierung sichern und profitiert davon, dass Unternehmen aufgrund der Pandemie im Vertrieb und Marketing zunehmend Lösungen rund um Virtuelle Realität einsetzen.

Roadsurfer und die VC-Firma Heartcore Capital

Im zweiten Teil des Podcasts (ab Minute 30:10) sprechen wir über das Startup Roadsurfer, seine 24 Millionen Euro schwere Finanzierung und einen der Investoren aus der Runde. Das von Susanne und Markus Dickhardt gemeinsam mit Mitgründer Christoph Niemann 2016 gegründete Münchner Unternehmen verkauft und vermietet Camper-Busse. Außerdem hat das Reisestartup mit ‚Roadsurfer Spots‘ eine Plattform gelauncht, über die NutzerInnen individuelle Camping-Spots in Deutschland und Österreich buchen können. Wir stellen Euch außerdem Heartcore Capital vor. Der VC stammt aus Kopenhagen, hat aber auch Büros in Paris und Berlin sowie in den USA, und fokussiert sich seit Kurzem auf Consumer Technology. In München ist die Investmentfirma aktuell in Kaia Health und Finn Auto, sowie die 2006 gegründeten Jenavalve investiert. Mit Getyourguide aus Berlin haben sie aktuell außerdem ein Unicorn im Portfolio.