© oh tinyville

Oh Tinyville: Neue Zwischennutzung in München

München hat ein neues Zwischennutzungsprojekt: ab Anfang Mai wird aus dem Stand 22 auf dem Schwabinger Elisabethmarkt der Workspace Oh Tinyville. Das Projekt wurde aus zehn eingereichten Konzepten ausgewählt und darf den Stand nun bis Ende des Jahres 2019 bespielen. Die kreativwirtschaftliche Zwischennutzung wird in Zusammenarbeit des Kommunalreferats, der Markthallen München und des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München ermöglicht.

Klein, aber fein: aus einem Marktstand wird im Rahmen einer Zwischennutzung kurzerhand ein Workspace für selbständige Mütter aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit diesem Konzept konnten Justyna Dembowski und Katharina Legge die Verantwortlichen überzeugen und erhielten den Zuschlag für die Zwischennutzung des Stands 22 im Herzen von Schwabing.

Oh Tinyville will aber mehr sein als „nur“ ein Arbeitsplatz für selbständige Mütter aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. Auch Kreativnachmittage für Kinder drinnen und draußen und Lesungen, Konzerte und Workshops an den Abenden sollen in der neuen Zwischennutzung Platz finden. Außerdem soll an den Nachmittagen und Wochenenden regelmäßig ein kuratiertes Pop-Up Shopping organisiert werden. Das Projekt möchte mit diesen Aktionen auch zur Vernetzung aller teilnehmenden Mütter beitragen. Es sollen Synergien entstehen. Frauen sollen das Gefühl haben, nicht alleine mit ihrer Selbständigkeit und der Mutterschaft zu sein.

Kreativität lebt von Austausch

Justyna Dembowski, eine der Initiatorinnen, erzählt, wie es zu der Idee kam:

„Ich bin selbst freiberuflich als Stylistin und Kreativberaterin in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Seit ich vor drei Jahren Mutter wurde, arbeite ich in Teilzeit und das größtenteils von Zuhause. Mir fehlte es einfach, mit anderen zusammen zu sein. Gerade Kreativität lebt ja vom Austausch und der gegenseitigen Inspiration. Einen festen Vollzeit-Büroplatz kann ich mir aber in München nicht leisten, und würde ihn auch nicht voll nutzen.“

Katharina Legge, ebenso Macherin des Projekts, meint weiter:

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig die kleinen Zeitinseln außerhalb des Elternseins sind! Mit den diversen Angeboten für die Nachbarschaft möchten wir außerdem etwas ans „große Dorf“ zurückgeben.“

Win-win-Situation für alle

Auch Kommunalreferentin Kristina Frank freut sich über die Realisierung dieses neuen Zwischennutzungsprojekts:

„Seit Spätsommer 2018 treibe ich aktiv die Idee voran, leerstehende Marktstandl auf allen festen Lebensmittelmärkten für Zwischennutzungen zu verwenden. Deshalb bin ich glücklich, heute das kreativwirtschaftliche Projekt Oh Tinyville auf dem Elisabethmarkt bekannt machen zu dürfen. Die Händlerschaft freut sich über diese temporäre Belebung. Die neuen Zwischenmieter können in diesem kleinen, zentral gelegenen Raum experimentieren. Der Schwabinger Markt ist ein beliebter Vierteltreffpunkt, auf dem sich die freiberuflich arbeitenden Mamas aus der Kreativwirtschaft wohlfühlen werden. Eine tolle Win-win-Situation für alle.“

Und auch Jürgen Enninger, Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft, begrüßt das neue Projekt sehr:

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine Branche, die stark von Frauen geprägt ist. Mit der Zwischennutzung Oh Tinyville können wir nicht nur neue Lösungsansätze für die Raumherausforderungen von Kreativschaffenden in München entwickeln, sondern schaffen auch ein besonderes Angebot – in einem nachbarschaftlichem Umfeld – für freiberuflich tätige Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren müssen. Neue Arbeitsformen verbinden sich mit wirtschaftlichem Netzwerken. Erfolgreiche Kultur- und Kreativwirtschaft ist Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort München.“

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